Kartoffel­chips

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Kartoffel­chips Alle Testergebnisse für Kartoffelchips 01/2013

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Paprikachips

Kartoffel­chips - Light über­rascht, Bio enttäuscht

Neunmal gut. Sie riechen und schme­cken nach Kartoffel, Frittier­fett und Paprika, sind würzig und salzig. 9 der 14 klassischen Paprikachips im Test über­zeugen mit einem guten test-Qualitäts­urteil.

Funny-Frisch viel Fett, Lays wenig. Die besten Paprikachips von Funny-Frisch haben

mit 37 Prozent den höchsten Fett­gehalt. Mit knapp 26 Prozent vergleichs­weise gering ist er bei den ebenfalls guten Chips von Lays.

Alnatura und Original Lant­chips mangelhaft. Die Lant­chips schmeckten leicht ranzig und bitter, das Fett war kurz vor dem Verderben. Die Chips von Alnatura waren leicht pappig und wenig knusp­rig. Irreführend: Beide enthielten nicht deklariertes Palmöl oder -fett.

Fett­reduzierte Paprikachips

Kartoffel­chips - Light über­rascht, Bio enttäuscht

Drei Gute. Am meisten Fett sparen Knabberfans mit den fett­reduzierten Paprikachips von Aldi (Süd). Aber nur die Chips von Aldi (Nord), Lorenz und Penny schneiden im Geschmack und auch insgesamt gut ab.

Glatte schme­cken nicht fettig. Auch die fett­reduzierten Paprikachips schme­cken würzig nach Paprika und Salz. Die Chips von Aldi (Nord und Süd) und Trafo haben einen Riffel­schnitt, dadurch sind sie dicker und schme­cken leicht fettig. Die glatten Fett­reduzierten schme­cken dagegen nicht fettig.

Trafo Bio-Organic mangelhaft. Die Biochips von Trafo fielen im Test durch. Sie schmeckten alt, bitter und dumpf. Auf den Chips waren schwarze, verkohlte Kartoffel­partikel.

Stapelchips mit Paprikawür­zung

Kartoffel­chips - Light über­rascht, Bio enttäuscht

Nach Kartoffel­püree­pulver. Stapelchips sind keine klassischen Kartoffel­chips. Sie werden aus einem Teig ausgestanzt und in Formen frittiert. Sie schme­cken nach Kartoffel­püree­pulver. Im Mund sind sie eher keksig, knusp­rig und nicht fettig. Nur die Stapelchips von Aldi (Nord) und Lidl schneiden knapp gut ab.

Chips von Lidl am wenigsten Fett. Die Stapelchips im Test sind tendenziell fett­reicher als die Kartoffel­chips. Die Lidl-Rusti-Chips haben mit rund 30 Prozent den nied­rigsten Fett­gehalt in dieser Gruppe. Alle sind aromatisiert.

Pringles nur ausreichend. Die wohl bekann­teste Stapelchips-Marke ist als einzige sen­sorisch gut, enttäuscht aber durch den vergleichs­weise hohen Gehalt am Schad­stoff 3-MCPD. Die Chips von Pringles enthalten die meisten Zusatz­stoffe im Test.

Chips-Besonderheiten mit Salz

Kartoffel­chips - Light über­rascht, Bio enttäuscht

Funny-Frisch Ofenchips mit wenig Fett. Kartoffeln, Öl, Salz – mehr braucht es für den ursprüng­lichen Klassiker der Chips mit Salz nicht. Ganz anders sind aber die Funny-Frisch Ofenchips. Diese geriffelten Chips werden nicht aus geschnittenen Kartoffeln, sondern aus Kartoffel­pulver hergestellt. Sie sind waffel­artig, schme­cken kräftig salzig und leicht süß. Und: Die Ofenchips enthalten mit rund 9 Prozent am wenigsten Fett im Test. Denn sie werden geba­cken, nicht frittiert.

Made in England: Kettle und Tyrrells. Die Kartoffel­chips von Kettle und Tyrrells – beide mit Kartoffel­schale – werden laut Verpackung in England in kleinen Mengen von Hand frittiert. Beide schme­cken aromatisch nach Kartoffel und sind sehr knusp­rig. Die Chips von Tyrrells bekommen Minus­punkte für die Deklaration: So ist beispiels­weise die Schrift­größe zu klein, und bis auf die Zutaten steht auf der Tüte alles nur auf Eng­lisch.

Bei Naturals wird nachgeholfen. Die Naturals von Lorenz mit Kartoffel­schale schme­cken kräftig nach Kartoffel, Salz und Pfeffer. Sie sind die einzigen Salz­chips mit Aroma­zusatz und Hefeextraktpulver und haben den höchsten Fett- und Salz­gehalt in dieser Gruppe.

Terra Blues mit Acrylamid. Aus blauen Kartoffeln werden die fett­reduzierten Terra Blues Chips gemacht. Die dicken, violetten Chips mit Schale schme­cken kräftig nach Back­kartoffel, versprechen einen „Genuss ohne Reue“. Doch insgesamt heißt es mangelhaft: Diese Chips über­schreiten als einzige im Test den europäischen Richt­wert für Acrylamid.

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16 Kommentare Diskutieren Sie mit

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8.Gebot am 13.10.2019 um 20:03 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Profilbild Stiftung_Warentest am 06.03.2018 um 11:16 Uhr
Aluminiumbeschichtung

@Rhenium: Zum Zeitpunkt des Tests stand Aluminium noch nicht im Fokus, daher haben wir die Chips nicht dahingehend untersucht. Wir gehen jedoch davon aus, dass es sich um eine beschichtete Aluminiumfolie handelt, wie sie auch etwa bei Schokoladenumhüllungen und Joghurtdeckeln üblich ist. Aus Auslösen von Aluminium durch Korrosion wird damit unterbunden.(bp)

Rhenium am 05.03.2018 um 16:36 Uhr
Aluminiumbeschichtung

So weit ich weiß, sind Chips u.ö. in aluminiumbeschichteten Tüten oder Röhen verstaut. Mich würde mal interessieren, ob sich das Metall durch die salzigen Speisen löst und in nennswerter Menge in das Lebensmittel übergeht? Danke.

Landorin am 30.03.2013 um 18:59 Uhr
Kettle Chips - ohne Geschmacksverstärker?

Hallo,
bei Kettle Chips vermisse ich im Artikel noch den Hinweis, dass diese keine Geschmacksverstärker enthalten (laut Hersteller), was bei Chips ja sehr selten ist.
Vielleicht kann dies genauer überprüft und ggf. ergänzt werden?

andreas.e am 14.03.2013 um 13:26 Uhr
Früher mit Glutamat, heute mit "Käsepulver"

Oh ja. Da haben Sie bei mir wirklich einen Nerv getroffen. Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Glutamat ich - pardon - 'gefressen' habe in meiner Jugend - nicht zuletzt durch Kartoffelchips. Da kommen bestimmt ein paar Kilogramm zusammen. Heute steht aus den Verpackungen zwar nicht mehr der verrufene Mononatriumglutamat mit drauf, er wird aber auf andere weise versteckt ("Hefeextrakt", "Würze"). Mir sind aber Verpackungen untergekommen, auf denen ich weder die eine oder andere "Tarnbezeichnung" fand: diese hatten aber etwas aufgedruckt, an das ich mich definitiv "von früher" nicht erinnern kann: 'Käsepulver'! Ich gehe jede Wette ein, dass der "Geschmacksverstärker" (ohne den Kunstprodukte wie Kartoffelchips gar nicht auskommen KÖNNEN, sonst schmecken sie fad) im Käsepulver versteckt ist. Leider haen Sie darauf aber diesesmal nicht getestet: es wäre genau der Punkt gewesen, der mich interessiert hätte!