Kartoffel­chips

So haben wir getestet

Kartoffel­chips Alle Testergebnisse für Kartoffelchips 01/2013

Inhalt

Im Test: 30 Kartoffel-Knabber­erzeug­nisse, darunter 3 Bioprodukte und 5 exemplarisch ausgewählte Chips-Besonderheiten mit Salz.

Einkauf der Prüf­muster: Juli bis September 2012.
Preise: Anbieterbefragung im November 2012. Alle Prüf­ergeb­nisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit dem jeweils angegebenen Mindest­halt­barkeits­datum.

Abwertungen

Lautete die sensorische Beur­teilung oder das Schad­stoff­urteil mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser, bei ausreichend maximal eine halbe Note besser sein. War die Deklaration ausreichend, wurde das test-Qualitäts­urteil um eine halbe Note abge­wertet. Bei mangelhafter Deklaration konnte es nicht besser sein.

Sensorische Beur­teilung: 50 %

In Anlehnung an Methoden der Amtlichen Samm­lung von Unter­suchungs­verfahren (ASU) nach Paragraf 64 LFGB beschrieben fünf geschulte Prüf­personen in Einzel­prüfungen Aussehen, Geruch, Geschmack, Textur und Mund­gefühl. Jeder Prüfer verkostete die anonymisierten Proben in anderer Reihen­folge unter gleichen Bedingungen. Auffällige oder fehler­hafte Produkte wurden mehr­mals geprüft. Der von den Prüfern erarbeitete Konsens war die Basis für die Bewertung.

Fett­qualität: 15 %

In Anlehnung an DGF-Methoden prüften wir die Fett­säure­zusammenset­zung, das Triglycer­idspektrum sowie polare Anteile und Di- und oligomere Triglyceride. Die Säurezahl nach ASU-Methode.

Schad­stoffe: 10 %

Nach ASU-Methode prüften wir auf Pflanzen­schutz­mittel, mittels LC-MS/MS auf Acrylamid, mittels DGF-Methode auf 3-Mono­propandiol-Ester, Glycidyl-Ester sowie auf Trans­fett­säuren (Fett­säure­zusammenset­zung).

Kartoffel­chips Alle Testergebnisse für Kartoffelchips 01/2013

Mikrobiologische Qualität: 5 %

Auf die aerobe mesophile Koloniezahl prüften wir nach ISO-Methode, Salmonellen nach ASU-Methode, bei auffälligen Produkten auch auf mesophile aerobe Sporen­bildner nach SLMB.

Verpackung: 5 %

Drei Experten prüften Zweck­mäßig­keit, Öffnen, Entnehmen, Wieder­verschließen, Materialkenn­zeichnung und Recycling­hinweise.

Deklaration: 15 %

Über­prüfung gemäß den lebens­mittel­recht­lichen Kenn­zeichnungs­vorschriften. Drei Experten über­prüften darüber hinaus Werbeaussagen, Nähr­wert­angaben, Lesbarkeit und Über­sicht­lich­keit.

Weitere Unter­suchungen

Nach ASU-Methoden prüften wir: Trockenmasse/Wasser, Gesamt­fett, Rohprotein, Asche, Ballast­stoffe, Natrium/Kochsalz (Basis), Chlorid/Kochsalz, Glutaminsäure und Aroma­stoffe (fakultativ). Kadmium und Blei nach DIN EN-Methoden. Auf synthetische Farb­stoffe prüften wir mittels HPLC, fakultativ auf Laktose mittels LC-MS/MS sowie auf Gliadin/Gluten mittels ELISA. Berechnet: Kohlenhydrate, physiologischer Brenn­wert unter Berück­sichtigung des Ballast­stoff­gehaltes.

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16 Kommentare Diskutieren Sie mit

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8.Gebot am 13.10.2019 um 20:03 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Profilbild Stiftung_Warentest am 06.03.2018 um 11:16 Uhr
Aluminiumbeschichtung

@Rhenium: Zum Zeitpunkt des Tests stand Aluminium noch nicht im Fokus, daher haben wir die Chips nicht dahingehend untersucht. Wir gehen jedoch davon aus, dass es sich um eine beschichtete Aluminiumfolie handelt, wie sie auch etwa bei Schokoladenumhüllungen und Joghurtdeckeln üblich ist. Aus Auslösen von Aluminium durch Korrosion wird damit unterbunden.(bp)

Rhenium am 05.03.2018 um 16:36 Uhr
Aluminiumbeschichtung

So weit ich weiß, sind Chips u.ö. in aluminiumbeschichteten Tüten oder Röhen verstaut. Mich würde mal interessieren, ob sich das Metall durch die salzigen Speisen löst und in nennswerter Menge in das Lebensmittel übergeht? Danke.

Landorin am 30.03.2013 um 18:59 Uhr
Kettle Chips - ohne Geschmacksverstärker?

Hallo,
bei Kettle Chips vermisse ich im Artikel noch den Hinweis, dass diese keine Geschmacksverstärker enthalten (laut Hersteller), was bei Chips ja sehr selten ist.
Vielleicht kann dies genauer überprüft und ggf. ergänzt werden?

andreas.e am 14.03.2013 um 13:26 Uhr
Früher mit Glutamat, heute mit "Käsepulver"

Oh ja. Da haben Sie bei mir wirklich einen Nerv getroffen. Ich möchte gar nicht wissen, wieviel Glutamat ich - pardon - 'gefressen' habe in meiner Jugend - nicht zuletzt durch Kartoffelchips. Da kommen bestimmt ein paar Kilogramm zusammen. Heute steht aus den Verpackungen zwar nicht mehr der verrufene Mononatriumglutamat mit drauf, er wird aber auf andere weise versteckt ("Hefeextrakt", "Würze"). Mir sind aber Verpackungen untergekommen, auf denen ich weder die eine oder andere "Tarnbezeichnung" fand: diese hatten aber etwas aufgedruckt, an das ich mich definitiv "von früher" nicht erinnern kann: 'Käsepulver'! Ich gehe jede Wette ein, dass der "Geschmacksverstärker" (ohne den Kunstprodukte wie Kartoffelchips gar nicht auskommen KÖNNEN, sonst schmecken sie fad) im Käsepulver versteckt ist. Leider haen Sie darauf aber diesesmal nicht getestet: es wäre genau der Punkt gewesen, der mich interessiert hätte!