Karteninhaber, die ihre Geheimnummer (Pin) notieren und mit der Karte aufbewahren, handeln grob fahrlässig und tragen das Risiko eines Missbrauchs selber. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt (Az. 19 U 71/03) im Fall eines Eurocard-Kunden entschieden. Ein Dieb hatte ihm eine Mappe mit Karte und Pin gestohlen. Die Pin war als Telefonnummer getarnt. Dennoch zog der Dieb am Automaten über 5 000 Euro. Diesen Verlust muss der Kartenkunde nun selbst tragen, zumal er die Karte nicht „unverzüglich“, sondern erst eineinhalb Stunden nach dem Diebstahl sperren ließ.

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