Bank­kunden, von deren Konto unbe­rechtigt Geld abge­hoben wurde, haben jetzt bessere Chancen, ihre Rechte durch­zusetzen. Die Bank darf sie nur zur Kasse bitten, wenn sie beweisen kann, dass zum Geld­abheben die Originalkarte verwendet wurde. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden (Az. XI ZR 370/10).

Kann sie das nicht beweisen, darf die Bank nicht davon ausgehen, dass der Kunde seine Geheimhaltungs­pflicht verletzt und somit die Abhebung ermöglicht hat. Bisher haben die Banken dem Kunden in den meisten Fällen grobe Fahr­lässig­keit unterstellt, wenn am Auto­maten mit Karte und persönlicher Geheim­nummer abge­hoben wurde, und ihn mit dem Fehl­betrag belastet.

Im aktuellen Fall wurden vom Konto des Bank­kunden mit seiner Pin in einer Nacht sechs­mal je 500 Euro abge­hoben. Die Bank war deshalb der Ansicht, der Mann habe Karte und Geheimzahl gemein­sam aufbewahrt und damit seine Sorgfalts­pflicht verletzt.

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