Betrug mit Kreditkarten und Maestro-Karten hat massiv zugenommen. 64 507 registrierte Fälle im Jahr 2003 bedeuten eine Steigerung um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Grund liegt auch darin, dass vor allem mit Maestro-Karten (früher: ec-Karten) oft ohne PinGeheimzahl bezahlt werden kann. Ein Dieb kann mit der gestohlenen Karte überall dort einkaufen, wo er an der Kasse nur einen Beleg unterschreiben muss. Die Unterschrift fälscht er.

Tipps: Schreiben Sie nie die Pin auf. Schon gar nicht Pin und Karte gemeinsam aufbewahren. Denn wenn ein Dieb mit Pin einkaufen geht, wird es schwierig, den Schaden ersetzt zu bekommen. Anders ist das, wenn er die Pin nicht hat und im Laden nur einen Beleg unterschreibt. Dies gilt dann als Lastschrift. Der Abbuchung können Sie bei Ihrer Bank widersprechen. Sie muss das Geld zurückbuchen, da ja nicht Sie unterschrieben haben. Der Händler hat keine Ansprüche gegen Sie. Melden Sie einen Diebstahl sofort, für Maestro-Karten gibt es den zentralen Sperrdienst: Telefon 0 180 5/02 10 21.

Ähnlich ist es, wenn Ihre Kreditkarte gestohlen wird oder ein Betrüger mit Ihren Kartendaten im Internet einkauft: Liegt keine Unterschrift von Ihnen vor, können Sie reklamieren. Das bereits abgebuchte Geld muss Ihrem Konto gutgeschrieben werden. Dasselbe gilt, wenn ein Dieb Ihre Unterschrift auf dem Beleg gefälscht hat. Lassen Sie eine gestohlene Kreditkarte umgehend sperren. Nach der Sperre haften Sie nicht mehr, vor der Sperre im Regelfall bis 50 Euro.

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