Der Dieb war schnell. Kurz nachdem er die Sparkassen-Card von Karl W.* gestohlen hatte, hob er bei vier Filialen 40 000 Euro ab. Dabei zeigte er die Karte und den gestohlenen Personalausweis vor und fälschte die Unterschrift. Den Schaden muss nach einem Urteil des Landgerichts Bonn die Sparkasse ersetzen (Az. 3 O 126/05).

Diese meinte zwar, dass W. mit der Karte zu sorglos umgegangen sei, konnte das aber nicht beweisen. So las das Gericht nicht dem Kunden, sondern der Sparkasse die Leviten: Ihre Mitarbeiter hätten die schlecht gefälschten Unterschriften erkennen und zudem stutzig werden müssen, weil die gehäuften hohen Abhebungen am Computer angezeigt wurden.

*Name der Redaktion bekannt.

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