Karstadt Meldung

Völlig unverhofft wurden rund 700 000 Karstadt-Kunden Besitzer einer Kreditkarte: Ohne jede Ankündigung fanden Sie die Karte im Briefkasten, später folgte dann die Pin-Geheimzahl. Viele Kunden reagierten verunsichert – schließlich will nicht jeder eine Kreditkarte. Und viele haben bereits eine von ihrer Bank. Diese Art von Marketing ist äußerst unseriös: Zum einen sollten Kunden bei wichtigen Finanzangelegenheiten gefragt werden. Zum anderen fehlten klare Informationen zu Gebühren, Konditionen und Handhabung der Karte. Ein Problem ist auch das höhere Missbrauchrisiko bei einer Kreditkarte: Schon auf dem Postweg könnten Diebe sie abfangen und damit einkaufen. Der Betrag würde dann einfach vom Konto des nichtsahnenden Kunden abgebucht. Sehr ärgerlich, auch wenn die Abbuchungen zurückgeholt werden können. Ansonsten ist die Karstadt-Kreditkarte in Ordnung: keine Jahresgebühr, keine Kosten bei Einsatz in Euroland, 1 Prozent im übrigen Ausland. Am Automaten sollte man Kreditkarten generell nicht nutzen, bei der Karstadt-Karte kostet das happige 2 Prozent, mindestens aber 5,11 Euro. Auch Spargeld aufs Kartenkonto zu überweisen, ist wenig attraktiv: bis 1 499 Euro Guthaben gibts nur 2 Prozent Zinsen.

Fazit: Wer für die Kreditkarte seiner Bank Jahresgebühren zahlt, kann die hereingeschneite Kreditkarte von Karstadt gewinnbringend nutzen.

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