Weil sie Kunden unaufgefordert Kreditkarten und Pin-Nummern zugesandt hat, ist die Karstadt Quelle Bank vor dem Landgericht Darmstadt verklagt worden. Kläger ist der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), der in der Aktion des Bankhauses einen Verstoß „gegen die guten Sitten im Wettbewerb“ sieht.

Laut VZBV hatte die Bank Inhabern von Kundenkarten des Berliner „Kaufhaus des Westens“ (KaDeWe) unaufgefordert eine neue Karte geschickt. Diese habe eine integrierte Kreditkartenfunktion gehabt. Die dazu gehörige Pin-Nummer sei den Kunden in einem weiteren Schreiben zugesandt worden, so VZBV-Rechtsexperte Egbert Groote.

Bankhäuser dürfen Kreditkarten mit Pin-Nummer nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht per Post verschicken, sofern sie nicht dazu aufgefordert worden sind.

Falls Langfinger die Karte stehlen und mit dieser auf Einkaufstour gehen, hätten die Inhaber später erhebliche Probleme zu beweisen, dass sie diese nie genutzt haben. Die Betroffenen hätten zudem nicht die Möglichkeit, Missbrauch zu vermeiden, da sie nicht mit der Zusendung der Karte rechneten, argumentieren die Verbraucherschützer.

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