Umwelt­folgen von Kapseln und Pads: Für die Tonne

Um die 3,5 Milliarden Hülsen fallen jähr­lich in Deutsch­land aus Kapsel­maschinen: macht rund 14 000 Tonnen Abfall, schätzt die Deutsche Umwelt­hilfe (DUH).

Viel Material. Kapseln bestehen oft aus Hülse, Sieb, beschichtetem Deckel, Verpackung – Pads aus Filter und Verpackung.

Um die 3,5 Milliarden Hülsen fallen jähr­lich in Deutsch­land aus Kapsel­maschinen: macht rund 14 000 Tonnen Abfall, schätzt die Deutsche Umwelt­hilfe (DUH).

Strom­verbrauch belastet

Das Öko-Institut hat mit einer Ökobilanz errechnet, wie verschiedene Kaffee­bereiter die Umwelt belasten. Dazu nahmen sie einen Zwei­personen­haushalt an, in dem beide täglich rund drei Espressi trinken. Die Herstellung der Geräte fällt kaum ins Gewicht. Größten Anteil an der Bilanz hat der Strom­verbrauch, der jedoch bei allen ähnlich hoch ist. Einen wichtigen Unterschied machen Herstellung und Entsorgung der Kaffee­portionen.

Das Material machts

Ein Pad besteht zu etwa 0,2 Gramm aus Filter­papier, dazu kommt die Umver­packung. Kapseln aus Kunststoff wiegen etwa 3 Gramm, Aluminiumkapseln rund ein Drittel. Hinzu kommen Deckel, Umver­packungen sowie Filter. Kunst­stoff­kapseln haben laut Ökobilanz die größten Umwelt­folgen, gefolgt von Kapseln aus Aluminium. Pads aus Zell­stoff belasten die Ökobilanz kaum. Die weißeste Weste haben Voll­automaten.

Schwer zu recyceln

Aluminium und Kunststoff sind im besten Fall recycel­bar. Dazu müssen sie in der Gelben Tonne landen. Das geht nur, wenn der Anbieter eine Vereinbarung mit dem Grünen Punkt hat und die Kapseln zuvor entleert wurden. Vor der Mühe lohnt eine Nach­frage beim örtlichen Entsorger: Einige akzeptieren Kapseln mit Füllung. Kompostier­bare Biokunst­stoffe lösen das Problem nicht: Laut Verpackungs­gesetz dürfen selbst Din-zertifizierte Kapseln nicht in Biotonnen entsorgt werden.

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