Das Alterseinkünftegesetz reduziert die Steuervorteile für Kapitallebensversicherungen. Ab 2005 sind nur noch Verträge begünstigt, die mindestens zwölf Jahre laufen und frühestens im Alter von 60 das Kapital auszahlen.

Bei solchen Policen müssen Kunden künftig 50 Prozent von der Auszahlung, die nach Abzug der bis dahin eingezahlten Beiträge bleibt, als Kapitaleinnahmen abrechnen. Zahlt ein 40-Jähriger 20 Jahre monatlich 100 Euro Beitrag, kann er mit 60 Jahren von einer guten Gesellschaft rund 39 000 Euro bekommen. Davon bleiben nach Abzug der Beiträge 15 000 Euro. Die Hälfte  - also 7 500 Euro  - ist steuerpflichtig.

Hat der Mann sonst keine Kapitaleinnahmen, kann er noch den Freibetrag und die Pauschale für Sparer von 1 421 Euro voll abziehen. Für den Rest verlangt das Finanzamt rund 2 128 Euro Steuern bei 35 Prozent Steuersatz.

Auszahlungen aus vor 2005 abgeschlossenen Verträgen sind dagegen steuerfrei.

Trotzdem lohnen sich keine überstürzten Abschlüsse. Zurzeit sind die Renditen der Lebensversicherer nicht vielversprechend. Und es gibt flexiblere Anlagen wie Fondssparpläne, aus denen Gewinne auch künftig steuergünstig sind.

Dieser Artikel ist hilfreich. 122 Nutzer finden das hilfreich.