Kapitallebensversicherungen Meldung

Die Flaute auf dem Aktienmarkt und anhaltend niedrige Zinsen machen auch vor den Anlageerträgen der Versicherer keinen Halt. So wird es immer schwieriger, die angekündigten Überschussbeteiligungen zu zahlen. Die Kunden sind nun verunsichert. Grund zur Panik besteht aber nicht. Denn während es bei anderen Anlageformen auch reale Verluste gibt, geht es hier um die Reduzierung der Überschussbeteiligung. Sie besteht aus einem garantierten Teil (den erhält der Kunde auf jeden Fall) und einem nicht garantierten Teil. Er wird nur in Aussicht gestellt und er ist es, der sinken dürfte. Der Vertrag sollte also nicht überhastet gekündigt werden.

Tipps: Lassen Sie sich von Ihrem Versicherer die prognostizierte Ablaufleistung bei regulärem Vertragsverlauf nennen, ebenso den Rückkaufswert bei Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Erkundigen Sie sich dann, welche Renditen Sie für die Anlage des Rückkaufwertes und der Sparraten bekämen. Erst mit diesen Zahlen können Sie entscheiden, ob es sinnvoll ist, den Vertrag fortzuführen oder nicht. Wer aber auf den Todesfallschutz angewiesen ist, sollte nicht kündigen oder den Todesfallschutz durch eine Risikolebensversicherung erwerben.

Falls Sie einen Vertrag abschließen wollen: Achten Sie darauf, ob die Versicherer zwischen garantierter und prognostizierter Leistung unterscheiden. Wurde die veränderte Lage bei der prognostizierten Überschussbeteiligung berücksichtigt? Bei Bedarf an einer Todesfallabsicherung: Es lohnt sich meist, sie vom Sparvorgang zu trennen – etwa mit einer Risikolebensversicherung.

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