Durchhalten auf Sparflamme

Wer eine Kapitallebensversicherung kündigt, macht Verlust.

Wer eine schlechte Kapitallebensversicherung hat, sollte sie trotzdem behalten. Sogar in finanzieller Not sollte Kündigung die allerletzte Wahl sein.

Versicherer berechnen auch bei vorzeitiger Vertragslösung alle Abschlusskosten. Außerdem verlangen sie Stor­noabzüge und zahlen meist keine Schlussgewinnanteile aus. So fällt der Rückkaufswert, den Abtrünnige erhalten, mickrig aus. Bei Kündigung in den ersten Jahren erhält der Kunde fast nichts von seinen Beiträgen zurück.

Alternativen zur Kündigung

Kann ein Kunde die Beiträge nicht mehr zahlen, sollte er alle Zusatzversicherungen herausnehmen. Das senkt den Beitrag. Reicht das nicht, kann der Vertrag beitragsfrei gestellt werden. Dann wird er auf dem erreichten Niveau eingefroren, der Kunde wird aber weiter an den Überschüssen beteiligt. Die spätere Auszahlung und die Todesfallleistung sinkt durch die Beitragsfreistellung, aber sie bringt weniger Verlust als eine Kündigung.

Es gibt auch Unternehmen, die manchen Kunden ihre Versicherung abkaufen und mehr als den Rückkaufswert zahlen, wie die Cashlife, www.cashlife.de, Tel. 0 89/28 69 53 11.

Fristen

Der Vertrag kann jederzeit zum Ende eines laufenden Versicherungsjahres oder zum Ende eines Beitragszahlungszeitraums gekündigt werden, aber frühestens zum Ende des ersten Versicherungsjahres. Zahlt der Kunde seinen Beitrag monatlich, was aus Kostengründen nicht sinnvoll ist (besser jährlich), kann er zum Ende des kommenden Monats kündigen, bei viertel-, halb- oder jährlicher Zahlungsweise zum Ende dieser Fristen. Die Kündigungsfrist beträgt einen Monat.

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