Ab 2008 sollen Anleger für Kapitalerträge über dem Freistellungsbetrag eine einheitliche Abgeltungsteuer zahlen. Das hat das Bundeskabinett beschlossen. Sie soll vorerst 30 Prozent (inklusive Solidaritätszuschlag 31,65 Prozent) betragen und ab 2009 auf 25 Prozent (inklusive Solidaritätszuschlag 26,38 Prozent) sinken.

Davon profitieren Anleger, von denen das Finanzamt bisher mehr kassiert, weil ihr Grenzsteuersatz über 30 Prozent liegt. Sparer mit geringerem Grenzsteuersatz können sich über die Steuererklärung die zu viel bezahlte Abgeltungsteuer zurückholen.

Stärker besteuert werden nach den derzeitigen Plänen ab dem Jahr 2008 Dividenden und Verkaufsgewinne:

  • Dividenden. Aktionäre sollen Dividenden voll statt nur zur Hälfte versteuern. Da durch die Senkung der Körperschaftsteuer die ausgezahlte Dividende aber steigt, profitieren viele Anleger dennoch.
  • Verkaufsgewinne. Gewinne aus Wertpapierverkäufen sollen immer steuerpflichtig sein. Derzeit sind Verkaufsgewinne steuerfrei, wenn die Papiere länger als ein Jahr im Depot waren. Ob die Abgeltungsteuer auch anfällt, wenn die einjährige Spekulationsfrist bereits heute abgelaufen ist, will die Regierung noch klären.

Dieser Artikel ist hilfreich. 32 Nutzer finden das hilfreich.