Kapitalanlage Meldung

Berlins neuer Justiz- und Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann will Käufer von Eigentumswohnungen zur Vermietung besser vor überteuerten Angeboten schützen. Heilmanns Vorschläge sollen im Berliner Parlament diskutiert und im Juni von der Justizministerkonferenz beraten werden.

  • Eine verbesserte staatliche Aufklärung soll nicht nur Verbraucher, sondern auch Notare und Banken in die Lage versetzen, dubiose Angebote zu erkennen.
  • Kunden sollen sich vor dem Kauf einer Immobilie künftig beraten lassen müssen – von ihrer Hausbank, einem vom Käufer ausgesuchten Steuerberater oder in einer Verbraucherzentrale.
  • Anders als bisher sollen Notare den Kaufvertrag für eine Wohnung persönlich an die Käufer versenden, damit diese tatsächlich 14 Tage Zeit zum Prüfen haben und dubiose Immobilienverkäufer die Frist nicht umgehen können.
  • Heilmann erwägt auch eine Besichtigungspflicht für Käufer, um zu verhindern, dass minderwertige Wohnungen völlig überteuert verkauft werden.
  • Banken sollen künftig Wohnungen mithilfe eines Gutachtens auf ihren realen Wert überprüfen.

Mit seinen Vorschlägen zieht Heilmann die Konsequenzen aus der Affäre um seinen Vorgänger, Michael Braun. Braun war nach nur zwölf Tagen zurückgetreten. Ihm war vorgeworfen worden, als Notar in den Verkauf überteuerter Immobilien verwickelt gewesen zu sein. Er soll Kaufangebote für Immobilien von dubiosen Verkäufern beurkundet haben, ohne die Käufer ausreichend aufzuklären.

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