Was ist der Unterschied zwischen der Angabe „Wassergehalt“ und „Holzfeuchte“ bei Kaminholz?

Je nachdem, ob ein Verkäufer einen bestimmten Feuchte- oder Wassergehalt verspricht, erhält der Kunde möglicherweise trockeneres oder feuchteres Holz. Hintergrund: Bei der Messung im Labor wird die Holzprobe bei 105 Grad Celsius getrocknet, um den Gewichtsverlust durch Verdunstung zu ermitteln. Wenn zum Beispiel von 100 Gramm Holz nach der Trocknung 80 Gramm übrig bleiben, errechnet sich ein Wassergehalt von 20 Prozent – bezogen auf das Anfangsgewicht. Die Holzfeuchte bezieht sich hingegen auf das End-(Trocken-)gewicht: Im Beispiel beträgt die Holzfeuchte also 25 Prozent. Noch feuchteres Holz darf in Deutschland nicht in den Kaminofen. Das verbietet Paragraf 3 der 1. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (1. BImSchV).

Einfache Messgeräte liefern Orientierungswerte. Kontrollieren Sie die Feuchte damit möglichst schon beim Holzkauf.

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