Kaminholz Test

Holzscheite sind oft nicht trocken, sondern noch viel zu feucht. Qualm belastet dann die Umwelt und verärgert Nachbarn. Einfache Messgeräte helfen, das Problem zu vermeiden.

Kaminöfen sorgen zwar für eine gemütliche Atmosphäre, das Nachbarschaftsklima können sie aber vergiften. Die Abgaswerte mehrerer Öfen ließen im Test zu wünschen übrig (siehe „Kamin- und Pelletöfen“ aus test 11/2011). Obwohl wir dort gut getrocknetes Holz mit einer Restfeuchte von etwa 14 Prozent verfeuerten, waren die Abgaswerte oft schlecht.

Zusätzliche Prüfungen zeigen: Holz mit 25 oder sogar 35 Prozent Feuchte treibt die Schadstoffgehalte im Abgas drastisch in die Höhe. Die Konzentrationen von giftigem Kohlenmonoxid oder Staub und Ruß können um ein Mehrfaches (www.test.de/brennholz) steigen. Selbst ein guter Kaminofen wird so zum Stinker.

Zum Verfeuern ungeeignet

Doch beim Kauf von Kaminholz können Verbraucher Pech haben. Das zeigt der Schnelltest. Wir haben Kaminholzpakete in Baumärkten gekauft. Zwei von fünf Paketen erwiesen sich als viel zu feucht. Der von uns gemessene Spitzenwert lag sogar bei 39 Prozent. Dabei ist Holz schon ab 25 Prozent Feuchte zum Verfeuern unzulässig.

So spüren Sie Wasser im Holz auf

Kunden können mit Messgeräten die Wassermenge im Holz ermitteln. Wir haben exemplarisch drei Einstechgeräte geprüft. Alle drei lieferten zumindest brauchbare Orientierungswerte – auch die beiden preiswerten ab 15 Euro. Das besser ausgestattete Conrad/Voltcraft kostet 85 Euro.

Tipp: Achten Sie beim Holzkauf auf den Unterschied der Begriffe „Feuchte“ und „Wassergehalt“ (siehe Meldung „Wassergehalt oder Feuchte?“).

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