Kalte Kaffee-Drinks Meldung

Auf Eis. Wer die neuen Kalt­getränke mit Kaffee mag, sollte auf den Koffein-Gehalt achten. Über den Tag verteilt gelten 400 Milligramm Koffein für gesunde Erwachsene als unbe­denk­lich, Schwangere sollten am Tag höchs­tens die Hälfte aufnehmen.

Bei Hitze den Durst löschen und gleich­zeitig das Mittags­tief über­winden? Dafür bieten Super- und Biomärkte neuerdings eine Vielfalt an Erfri­schungs­getränken mit Kaffee an: von kalt „aufgebrühtem“ Cold-Brew-Kaffee über Kaffee-Limonaden mit Kohlensäure bis hin zu Mineral­wasser mit Koffein. Abge­füllt sind die Produkte in kleinen Glasflaschen oder Getränkedosen. Der Koffeinkick empfiehlt sich aber nicht für jeden.

Mit Cold-Brew-Kaffee

Eiskaffee war gestern. Jetzt gibt es neuartige Fertig-Kalt­getränke mit Kaffee in Flaschen oder Getränkedosen. Basis der Getränke ist oft Cold brew coffee, für den Kaffee­pulver über lange Zeit in kaltem Wasser zieht. Da kalt aufgegossener Kaffee weniger Säure und Bitter­stoffe enthält als heiß gebrühter, soll er sehr bekömm­lich sein. Hinzu kommen meist süßende Zutaten wie Zucker oder Agavendicksaft, teils Kohlensäure, manchmal Frucht­saft und oft Aroma. Der Kaffee-Geschmack fällt je nach Zusammenset­zung unterschiedlich stark aus. Manche Getränke enthalten ungerösteten Rohkaffee – sie schme­cken kaum nach Kaffee und sind auch nicht braun.

Tipp: Achten Sie auf den Zucker­gehalt. Stark zuckerhaltige Getränke sind kritisch: Sie sättigen nicht, treiben aber die Kalorien­aufnahme hoch. Siehe auch unsere Meldung Fanta, Sprite & Co: Warum der Zuckergehalt von Softdrinks je nach Land variiert.

Teil­weise so viel Koffein wie in Energydrinks

Die Koffein­gehalte unterscheiden sich: Nennen die Getränke Wasser an erster Stelle der Zutaten­liste, liegt der angegebene Gehalt an Koffein bei 18 bis 32 Milligramm Koffein pro 100 Milliliter. Das ist mehr als in den meisten Colas und vergleich­bar mit Energydrinks. Steht dagegen Kaffee­aufguss an erster Stelle, sind rund 70 bis 80 Milligramm Koffein in 100 Milliliter Getränk enthalten – mehr als in derselben Menge Filter­kaffee.

Auswirkungen auf den Schlaf sind möglich

Über den Tag verteilt sind laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) bis zu 400 Milligramm Koffein für gesunde Erwachsene unbe­denk­lich, ausgenommen Schwangere. Auch einzelne Koffein-Dosen von bis zu 200 Milligramm können sich gesunde Erwachsene ohne Bedenken genehmigen. Viel Koffein kann sich aber auf Schlafdauer und -muster auswirken, vor allem wenn es kurz vor dem Schlafen­gehen in den Körper gelangt.

Tipp: Beachten Sie den Koffein­gehalt, die Inhalts­menge, und wie viel Koffein Sie sonst noch zu sich nehmen. Die Flaschen und Dosen mit Kaffee­getränken haben bis zu 330 Milliliter Inhalt. Wer den auf einmal austrinkt, kommt teil­weise auf ein Vielfaches der Koffeinmenge eines Espressos.

Zu viel Koffein kann Ungeborenen schaden

Schwangere sollten besonders darauf achten, wie viel Koffein sie zu sich nehmen. Denn das Koffein passiert die Plazenta, das Ungeborene kann es aber nicht verstoff­wechseln. Studien weisen darauf hin, dass eine erhöhte Koffein­zufuhr in der Schwangerschaft etwa zu Wachs­tums­verzögerungen beim Fötus oder zu einem nied­rigen Geburts­gewicht führen können. Die Efsa gibt an, dass bis zu 200 Milligramm Koffein pro Tag für Schwangere unbe­denk­lich sind. Auf koffeinhaltigen Erfri­schungs­getränken muss schon ab 15 Milligramm pro 100 Milliliter der Hinweis stehen: „Erhöhter Koffein­gehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen.“ Wenn aus der Bezeichnung und Aufmachung klar hervorgeht, dass Kaffee enthalten ist, darf der Hinweis fehlen – also wenn das Wort „Kaffee“ in der Bezeichnung enthalten ist.

Tipp: Mehr Infos zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft finden Sie in unseren FAQ Was Schwangere wissen sollten.

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