Kalorienarme Wurst Meldung

Für Wurstliebhaber mit Figurproblemen sind sie der Ausweg: Würste mit sehr wenig Fett, zum Teil unter 3 Prozent. Bei Leberkäse und anderen Brühwürsten sind sonst locker mehr als 30 Prozent Fett drin. Den Weg für fettarme Wurst bahnte vor rund zehn Jahren eine EU-Verordnung, die die Wurstfabrikation revolutionierte. Sie erlaubte so gut wie jede Zutat, die lebensmittelrechtlich zugelassen ist. Bis dahin bestand fein zerkleinerte Brühwurst – Fleischstücke wie im Bierschinken nicht mitgerechnet – im Wesentlichen aus rund 50 Prozent Fleisch und je 25 Prozent Speck und Wasser. Jetzt findet man Apfelstücke für den Geschmack und Pflanzenfasern für die Konsistenz. Statt Fett bindet oft Inulin, ein löslicher Ballaststoff aus der Chicoréewurzel, das zugesetzte Wasser. Ähnlich wirkt Erbsenmehl. Solche Würste haben oft auch deutlich mehr Fleisch als die sonst üblichen 50 Prozent. Was fehlt, ist Fett, das ja auch Geschmacksnoten verstärkt. Da helfen Gewürze und Aromastoffe nach – und das, so Experten, sogar mit recht gutem Erfolg.

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