Von wegen Gleichberechtigung. Schon mit der Geburt fängt es an: Der Junge darf 50 Kilokalorien pro Tag mehr zu sich nehmen als das Mädchen. Bei Jugendlichen hat sich dieser kleine Unterschied mehr als verzehnfacht. Ihm werden nach neuesten Berechnungen täglich 3.100 Kalorien zugestanden, ihr im Durchschnitt nur 2.500. Der höhere Muskelanteil der Männer spielt dabei eine Rolle. Muskeln verbrauchen selbst im Ruhezustand mehr Energie als das Körperfett.

Auch die Größe und das tatsächliche Gewicht, das man halten oder vermindern möchte, sind wichtig für den Kalorienverbrauch. Und natürlich das Alter. Wenn die Oma mit ihrem siebenjährigen Enkel frühstückt, der klein, mobil und im Wachstum ist, sollte sie nicht mehr essen als er.

In jedem Alter gilt: Wer sich viel bewegt oder sogar Sport treibt, darf mehr essen, ohne zuzulegen. Auch Haus- und Gartenarbeit zählt, Treppensteigen, Herumlaufen und Fahrradfahren. Wer meist am Schreibtisch sitzt, muss die Kalorienzufuhr runterfahren. So bewegt sich für eine Frau der tägliche Kalorienbedarf zwischen 1.900 (Büroangestellte) und 2.400 (Hausfrau, Verkäuferin). 300 Kalorien mehr pro Tag kann sich genehmigen, wer Sport treibt oder sonstigen anstrengenden Freizeitaktivitäten nachgeht. Vorausgesetzt, es sind vier- bis fünfmal die Woche 30 bis 60 Minuten.

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