Kakaovariationen: Von der Bohne zum Pulver

Kakaobohnen stammen aus tropischen Ländern in Lateinamerika, Afrika und Ozeanien. Sie werden getrocknet, geröstet, geschält und zu Kakaomasse gewalzt. Die lässt sich in Kakaobutter und Presskuchen trennen, der zu Pulver zermahlen wird. Viele Hersteller vermischen es mit Zucker, Aromen und Nährstoffen. Die Behandlung mit Lauge (Alkalisierung) und der Emulgator Sojalezithin sorgen dafür, dass sich das Pulver löst.

Reines Kakaopulver. Es ist frei von Zucker und zugesetzten Aromen. Je nach Pressung der Kakaomasse unterscheidet sich der Fettgehalt. Schwach entöltes Kakaopulver enthält noch etwa 20 Prozent Fett, es ist beliebt zum Backen. Stark entöltes Kakaopulver enthält noch etwa 10 Prozent Fett. Es steckt in vielen Instantgetränken.

Kakaohaltiges Getränkepulver. Es zählt zu den Zuckerwaren. Hauptzutat ist Zucker plus beliebig viel Kakao und Zusätze. Eine Besonderheit ist der „Typ Trinkschokolade“. Das sind kakaohaltige Getränkepulver mit Milch- oder Pflanzenfett. Diese Pulver werden mit heißem Wasser zubereitet.

Trinkschokoladenpulver. Es muss mindestens 25 Prozent Kakao enthalten, der Rest sind Zucker und Zusätze.

Schokoladenpulver. Sie sind die Fertigpulver mit dem meisten Kakao (ab 32 Prozent) plus Zucker und Zusätze.

Milchschokoladeflocken. Sie bestehen aus Kakao (mindestens 20 Prozent in der Trockenmasse), Milcherzeugnissen (mindestens 12 Prozent in der Trockenmasse), Zucker und Zusätzen.

Biokakao. Die Zutaten müssen so weit wie möglich aus biologischem Anbau stammen. Die Hersteller sind verpflichtet, die EU-Ökoverordnung einzuhalten. Einige verzichten auf die Alkalisierung und Emulgatoren.

Fair-Trade-Kakao. Das Siegel des Vereins Trans Fair erhalten Pulver von Kooperationen, die den Bauern faire Preise zusichern und sich um bessere Lebensbedingungen kümmern.

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