So testen wir – seit 2016

Im Test 2016

10 Kaffee­voll­automaten und 5 Sieb­träger.

Wir kauf­ten die Geräte im Juni und Juli 2016 ein.

Die Preise ermittelten wir durch eine über­regionale Handels­erhebung im September 2016.

Im Test 2017

12 Kaffee­voll­automaten.

Wir kauf­ten die Geräte im Mai und Juni 2017 ein.

Die Preise ermittelten wir durch eine über­regionale Handels­erhebung im September und Oktober 2017.

Sensorische Beur­teilung: 35 %

Das Kaffee­volumen wurde auf 40 Milliliter einge­stellt, ansonsten die Werks­einstellung belassen. Wir brühten mit Leitungs­wasser ohne Wasser­filter. Wir verwendeten illy-Espressobohnen der Sorte Caffè in grani. Beim Sieb­träger mit eigenem Mahl­werk wurde dieses genutzt. Für die anderen mahlten wir die Bohnen mit einer hoch­wertigen Mühle. Der Mahl­grad ähnelte illy-Espressopulver. Ein auf Kaffee­verkostung geschultes Panel aus acht Personen prüfte anonymisiert und randomisiert den Espresso bei 55 Grad auf Fehler­freiheit in Geschmack sowie Mund­gefühl, Crema und Geruch. Die Auswertung erfolgte mit statistischen Methoden. Drei geschulte Personen verkosteten den Milch­schaum aus handels­üblicher Milch (1,5 Prozent Fett­gehalt). Sie beschrieben Aussehen, Geruch, Mund­gefühl und Geschmack. Mit den Sieb­trägern schäumten wir per Hand 100 Milliliter Milch. Seine Optik ist stark abhängig von der Übung beim Zubereiten. Deshalb vergaben wir bei den Sieb­trägern einheitlich die Note gut.

Tech­nische Prüfung: 25 %

Bei der Aufheiz­zeit ermittelten wir die Zeit vom Einschalten bis zur Betriebs­bereitschaft. Beim Espressobrühen prüften wir unter anderem die Temperatur in vorgewärmten Tassen, die Dauer des Brühens und wie stark Temperatur und Volumen von 10 Espressi schwankten. Beim Milch­schäumen ermittelten wir die Volumen­zunahme, den Wasser­gehalt in Milch und Schaum und wie stark der Schaum in 3 Minuten zusammenfällt – bei den Voll­automaten in Werks­einstellung, bei den Sieb­trägern schäumten die Tester 100 Milliliter per Hand. Wenn möglich, prüften wir bei den Geräten, wie stark sich Espresso­stärke und -temperatur variieren lassen, wenn der Nutzer am Gerät den jeweils nied­rigsten und höchsten Wert einstellt.

Hand­habung: 20 %

Ein Experte beur­teilte die Gebrauchs­anleitung. Fünf erfahrene Nutzer (Frauen und Männer unterschiedlichen Alters) bewerteten das Zubereiten der Getränke. Sie stellten unter anderem verschiedene Getränke ein, hantierten mit dem Wasser­tank, befüllten den Bohnenbehälter. Bei Sieb­trägern füllten sie Kaffee­pulver ins Sieb und setzten ihn ins Gerät ein. Für den Aufwand beim Reinigen beur­teilten wir sowohl die notwendigen Arbeits­schritte als auch das Fassungs­vermögen von Tropf­schale und Tresterbehälter. Zusätzlich begut­achteten wir nach mindestens 110 Bezügen alle Geräte von innen. Abschließend beur­teilten wir den Aufwand beim Entkalken.

Sicherheit: 5 %

Wir prüften die elektrische Sicherheit und heiße Oberflächen in Anlehnung an Din EN 60335–1 und Din EN 60335–2–15. Die Beur­teilung der heißen Oberflächen erfolgte in Anlehnung an Din EN ISO 13732–1. Zudem achteten wir auf mögliche Fehlbedienung und die Verarbeitung.

Umwelt­eigenschaften: 10 %

Den Strom­verbrauch ermittelten wir fürs Aufheizen, Zubereiten von je 3 Espressi, Kaffee, Cappuccino, Latte macchiato und Milch­schaum, mit je einer Minute Pause und – wenn vorhanden – auto­matischen Spülgängen bis zum auto­matischen Abschalten. Wir bestimmten zudem den Standby­verbrauch. Das Geräusch beur­teilten 5 Personen beim Brühen und bei Geräten mit Mahl­werk auch beim Mahlen.

Schad­stoffe: 5 %

Die Unter­suchung erfolgte nach der häufigen Nutzung. Alle Geräte wurden nach Gebrauchs­anleitung entkalkt und gespült. Beim letzten Spülgang verwendeten wir chemisch reines Wasser, wie es eine gültige Norm empfiehlt. Nach einer Stand­zeit von 16 Stunden erfolgte die Bestimmung der Schad­stoffe sowohl im Heiß­wasser- beziehungs­weise Dampf-Auslass als auch im Kaffee­auslauf. Es wurde auf Nickel, Blei, Kadmium, Chrom und Aluminium getestet. Nach drei Espressi wurde eine weitere Probe entnommen und geprüft.

Sons­tige Unter­suchungen

Ein Barista-Meister beschrieb Cappuccino aus jedem Voll­automaten. Grund­lage waren Kriterien aus Kaffee­meisterschaften. Seine Einschät­zung hatte keinen Einfluss auf das test-Qualitäts­urteil. Die Barista-Meinung für jede Maschine steht unter dem test-Kommentar.

Abwertung

Abwertungen führen dazu, dass sich Mängel verstärkt aufs test-Qualitäts­urteil auswirken. Folgende mit Stern­chen *) gekenn­zeichnete Abwertung haben wir einge­setzt: Lautete die Note für Sicherheit ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser sein.

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TestEspresso­maschinen im Test30.11.2017
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