Kaffee­voll­automaten im Test

Welche Kaffee­maschine zu Ihnen passt

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Kaffee­voll­automaten im Test - Brühen, genießen, sparen
Lieblings­kaffee. Der Entscheidungs­baum zeigt, mit welcher Kaffee­maschine Sie glück­lich werden. © Christina Bretschneider

Espresso oder lieber Filter­kaffee? Bequem zubereitet oder individuell komponiert? Der Entscheidungs­baum weist den Weg zur für Sie besten Kaffee­maschinen-Art.

Kaffee­voll­automaten im Test Testergebnisse für 75 Kaffee­voll­automaten

Der beste Weg zu Espresso und Kaffee

Kaffee­voll­automaten im Test - Brühen, genießen, sparen
© Getty Images / Guido Mieth

Für Eilige. Espresso heißt Ihre Liebe, aber Hektik bestimmt Ihren Tag. Machen Sie es wie in Italien: Trinken Sie Ihren Caffè in einer Kaffee­bar. Auf dem Weg zur Arbeit und natürlich im Stehen. Alternative für daheim: Eine Kapselmaschine brüht Espresso mit viel Druck, einfach und schnell.

Für Pragmatiker. Sie lieben Espresso, achten aber auch auf den Preis. Greifen Sie zum Espressokocher für den Herd. Er macht leckeren Mokka: wie Espresso, nur ohne Crema. Wer Crema liebt, wählt eine der preisgüns­tigen Siebträgermaschinen.

Für Genießer. Klare Sache: Sie brauchen einen Kaffeevollautomaten oder eine Siebträgermaschine. Experimentieren Sie mit Kaffee­sorten, Mahl­grad, Wasser­menge und Brüh­temperatur. Wer das Beste aus seiner Maschine heraus­holen will, braucht Übung. Tipp: Kaffee­schulen bieten Barista­kurse.

Der beste Weg zum Milch­kaffee

Kaffee­voll­automaten im Test - Brühen, genießen, sparen
© Getty Images / Valeriya Tikhonova

Für Eilige. Trinken Sie Ihren Kaffee mit Milch statt Milch­schaum, wenn es morgens ganz schnell gehen muss. Wer ein paar Minuten Zeit hat, erhitzt die Milch in der Mikrowelle und schäumt sie von Hand, mit einem kleinen Batteriequirl etwa. Eine Pad- oder Kapselmaschine liefert den Kaffee.

Für Pragmatiker. Als praktisch veranlagter Milch­kaffee­fan brauchen Sie einen elektrischen Milchaufschäumer. Er liefert guten Milch­schaum und ist einfach zu reinigen. Für Familien lohnt sich auch ein Kaffeevollautomat mit Milchschaumfunktion.

Für Genießer. Sie sind milch­schaumsüchtig und bestehen auf höchste Qualität. Wählen Sie zwischen Kaffeevollautomaten und Siebträgermaschine. Sieb­träger sind in der Regel mit einer Milchdüse ausgestattet, auch Dampf­lanze genannt. Mit etwas Geschick und Übung schäumt sie Milch fein und cremig.

Der beste Weg zum Filter­kaffee

Für Eilige. Filter­kaffee rinnt lang­sam aus der Maschine, Caffe Crema geht schneller. Die Padmaschine brüht ihn in ein bis zwei Minuten. Tasse für Tasse. Steigen Sie um: Caffe Crema kommt dem Filter­kaffee nah. Eilige Familien bleiben bei der Kaffeemaschine mit Filter. Besser für größere Mengen.

Für Pragmatiker. Kaffee ist im Pfund viel billiger als in Pads oder Kapseln. Pragmatiker sparen durch eine Kaffeemaschine mit Filter. Vorteil für Gesell­schaften: Alle Tassen sind gleich­zeitig fertig.

Für Genießer. Sie lieben guten Filter­kaffee und nehmen sich die Zeit dafür. Kaufen Sie sich eine gute Kaffeemühle und mahlen Sie die Bohnen frisch. Gourmets schwören auf das Brühen von Hand. Ihre Mühe wird mit höchstem Kaffee­genuss belohnt.

Kaffee­voll­automaten im Test Testergebnisse für 75 Kaffee­voll­automaten

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SoundUndMehr am 07.11.2022 um 12:30 Uhr
Zwei Bohnensorten in einer Maschine

Leider sind nur Maschinen mit der Möglichkeit für eine Bohnensorte getestet wurden
Ich liebe meinen Melitta Kaffeevollautomaten.
Ich habe die Möglichkeit Kaffee Crema und Espressobohnen gleichzeitig in zwei Fächer zu füllen. Je nach Kaffee wird die richtige Sorte genommen. Ok, es ist nur ein Mahlwerk, aber mir reicht es. Es war ein hervorragendes Preis / Leistungsverhältnis. Ich vermisse dies bei vielen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 02.11.2022 um 08:53 Uhr
Sensorik-Urteil

@akrampi: Der Test beurteilt zunächst einmal die Kaffeevollautomaten selbst, es ist nicht etwa ein Test von Espresso oder Cappuccino. Die mit diesen Geräten herstellbaren Getränke sind sehr vielfältig und hängen von sehr zahlreichen einzelnen Parametern ab, wie zum Beispiel Kaffeesorte, -menge, -mahlung, Milchsorte, Geräteeinstellungen wie z.B. Temperaturen, von der Wasserhärte und darüber hinaus von der zubereitenden Person und den geschmacklichen Vorlieben, die sich bei vielen Nutzern deutlich voneinander unterscheiden. Eine Sensorikbewertung kann zwar für einen oder zwei ganz spezielle Fälle zeigen, ob dabei geschmackliche Fehler auftreten, jedoch können die Gerätenutzer zuhause auch bei bestem Willen kaum die Bedingungen eines guten Sensorikergebnisses nachstellen. Über alle anderen Getränkevariationen ist damit zudem nichts ausgesagt. Deshalb sind wir dazu übergegangen, verstärkt die Vielfalt und Eignung der Einstellmöglichkeiten in den Fokus zu nehmen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man nach einigem "Spielen" mit Einstellungen, Kaffee- und Milchsorten sowie der Kaffeemühle sein Lieblingsgetränk findet.

akrampi am 01.11.2022 um 18:21 Uhr
Über Geschmack lässt sich streiten

Aber wieso überhaupt die Maschinen testen wenn das Wichtigste (vorher 35% der Note), die Sensorik, einfach weggelassen wird? Der Schritt wird nicht mal begründet.
Es gibt zu Handhabung und dem ganzen bums auf youtube dutzende Videos zu jeder einzelnen Maschine. Was denen immer fehlt ist eine verlässliche, neutrale Bewertung des Kaffeegeschmacks.
Bewertet ihr demnächst Lautsprecher ohne den Klang zu testen?

Profilbild Stiftung_Warentest am 24.10.2022 um 11:15 Uhr
Dauertest, Reparierbarkeit

@Martin-Antonius: Die Grenzen eines Dauertests sind - da es keine zeitraffenden Prüfverfahren gibt - dort erreicht, wo der Dauertest so lange laufen würde, dass wir die Ergebnisse erst viel zu spät veröffentlichen könnten. Wir bemühen uns intensiv, unsere Leser möglichst zeitnah mit aktuellsten Testergebnissen neu erschienener Geräte zu versorgen, deshalb sind uns bei der Prüfdauer Grenzen gesetzt. Im Praxistest beziehen wir von jedem Gerät 300 Getränke, um Frühausfälle zu entdecken. Das war in den letzten Jahren nur bei einem einzigen Prüfmuster der Fall, wobei wir stets mehrere Prüfmuster pro Gerät einkaufen. Im Falle von Kaffeevollautomaten ist ein Dauertest wenig sinnvoll, da sie auf viele Tausend Getränkebezüge ausgelegt sind.
Der Reparierbarkeit widmen wir uns bereits seit einigen Jahren verstärkt bei Produktgruppen, wo sie von hoher Bedeutung ist. Die Kaffeevollautomaten hatten wir schon in 2017 ausführlich dazu untersucht und gemeinsam mit einer Ökobilanz dieser Geräte gezeigt, warum gute Reparierbarkeit nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt hilft. Daran hat sich nichts geändert. Seit unserer letzten Überarbeitung des Prüfprogramms für Kaffeevollautomaten ist die Reparierbarkeit dieser Geräte fester Bestandteil unserer Untersuchungen. Im aktuellen Test mit erfreulichen Ergebnissen. Wäre ein Gerät hier schlecht, würde es eine Abwertung erhalten, deshalb braucht dieses Urteil kein höheres Gewicht. Während ihrer Nutzungsdauer von 15 Jahren sind die Geräte erwartungsgemäß zwei bis viermal zu reparieren. Wer sein Gerät jährlich warten lässt und immer pflegt, hat mit einem gut reparierbaren Gerät die besten Chancen auf lange Nutzung.

Martin-Antonius am 21.10.2022 um 18:16 Uhr
Testkriterien ausweiten und anders gewichten

Ich vermisse bei den Testkriterien von Kaffeemaschinen und anderen Elektrogeräten eine stärkere Gewichtung der Reparaturanfälligkeit bzw. grundsätzlich der Langlebigkeit von Geräten. Dies erklärt vielleicht auch die häufig bestehende Diskrepanz der Wahrnehmung der Qualität von Produkten zwischen der Stiftung Warentest und den Käufern bzw. Technikern. Solange sich daran nichts ändert, werden die Verkaufzahlen der Testergebnisse der Stiftung Warentest weiter zurück gehen und das Renommee dieser Institution zunehmend sinken. Eigentlich schade. Ich vermute es gibt hierfür Gründe finanzieller Natur: eine Testung auf Langlebigkeit und Reparaturanfälligkeit ist aufwendiger und damit kostenintensiver.