Kaffee­satz und Eierschalen Zu schade für den Müll

Kaffee­satz und Eierschalen - Zu schade für den Müll
© Flora Press / Christine Ann Föll

Aus manchen Küchen- und Garten­abfällen lässt sich mit wenig Aufwand Dünger für Blumen, Kräuter und Gemüse­pflanzen herstellen. Wir sagen, wie Sie Kaffee­satz, Eier- und Bananen­schalen und sogar Brenn­nesseln wirkungs­voll zweit­verwerten.

Kaffee­satz – gut für Hortensien und Rhododendron

Kaffee­pulver aus Filter oder Sieb­träger fördert Wachs­tum und Widerstands­kraft von Pflanzen, die leicht saures Erdreich bevor­zugen − etwa Hortensien und Rhododendron. Es enthält Phosphor, Kalium und Stick­stoff. Trocknen Sie es in einer Schüssel auf der Heizung oder in der Sonne. Das verhindert, dass Schimmel gedeiht. Harken Sie das Pulver im Beet ein wenig unter.

Eierschalen – liefert Lavendel und Tulpen Kalzium

Kaffee­satz und Eierschalen - Zu schade für den Müll
© shutterstock

Fein gemahlen können die Schalen den Kalzi­umbedarf von Pflanzen decken, die einen eher basischen Boden schätzen. Salbei, Lavendel oder Tulpen freuen sich über die Extraportion Kalk. Zerbröseln Sie die Schalen zwischen Küchen­papier oder pulverisieren Sie sie in einem Mörser. Streuen Sie die Krümel direkt auf die Erde.

Bananen­schalen – unge­spritzt in den Boden

Die Schalen ungespritzter Biobananen sind zwar keine Mineralienbomben, eignen sich aber als Zusatz­dünger für nahezu alle Pflanzen. Sie enthalten unter anderem Kalium und Magnesium. Zerkleinern Sie sie mit einem Messer oder im Mixer. Sie können die Stück­chen direkt in die Erde einarbeiten oder 24 Stunden in einer Schüssel mit Wasser lagern, absieben und die Flüssig­keit auf die Beete gießen. Oder Sie trocknen die Stück­chen und mengen sie dem Rindenmulch bei.

Brenn­nesseln – Stick­stoff für Tomaten und Gurken

Stinkt, aber wirkt: Von stick­stoff­reicher Brenn­nesseljauche profitieren Tomaten, Gurken und Kürbisse. Schwachzehrern wie Erbsen, Bohnen und Feld­salat ist der Mix zu heftig. Stopfen Sie frische Brenn­nesseln (Garten­hand­schuhe tragen!) in eine Regentonne oder einen Wasch­zuber und bedecken Sie sie mit Wasser. Binden Sie den Geruch mit einer Schippe Gesteins­mehl aus dem Gartenfach­handel. Decken Sie das Gefäß zu, rühren Sie täglich einmal um. Wenn sich nach zwei bis drei Wochen keine Bläschen mehr bilden, mischen Sie die Jauche mindestens im Verhältnis von 1:10 mit Wasser und gießen Sie Ihre Gemüse­pflanzen damit.

Tipp: Warum die Chemiekeule im Garten unnötig ist, lesen Sie in unserem Special Pflanzenschutzmittel.

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