Kaffee­mühlen im Test

So haben wir getestet

Kaffee­mühlen im Test Testergebnisse für 15 Kaffee­mühlen 12/2019

Inhalt
Kaffee­mühlen im Test - Gute gibts für unter 50 Euro
200 Kilogramm Kaffee­bohnen mahlten die Prüfer im Labor für diesen Test. © Getty Images

Im Test: 15 Kaffee­mühlen, davon 9 mit Mahl­werk und 6 mit Schlag­messer. Wir kauf­ten die Mühlen im Mai 2019 ein. Die Preise erfragten wir im August 2019 von den Anbietern.

Mahlen: 50 %

Gemäß der beigefügten Gebrauchs­anleitungen mahlten wir Kaffee­bohnen für Espresso, Filter­kaffee und French Press. Für jede Zubereitungs­art siebten wir das Mahl­gut durch je vier Siebe mit unterschiedlichen Maschen­weiten und bewerteten das Ergebnis. Im Anschluss versuchte ein Barista, die Einstel­lungen zu optimieren, um das Mahlergebnis zu verbessern. Wir bewerteten, wie viel Zeit die Mühlen für das Mahlen benötigten und wie viel Mahl­gut nach dem Mahlen in der Mühle verblieb, also die Menge im Totraum.

Hand­habung: 35 %

Ein Experte bewertete die Gebrauchs­anleitungen hinsicht­lich des logischen Aufbaus, der Über­sicht­lich­keit, Lesbarkeit, Verständlich­keit, Voll­ständig­keit. Fünf Nutzer bewerteten die Erstinbetrieb­nahme im Hinblick auf das Auspacken und Aufstellen des Geräts, das Entfernen von Schutz­folien oder Trans­portsicherungen und das Montieren von Zubehör­teilen. Waren Werk­zeuge dafür notwendig und wurden sie mitgeliefert? Wie aufwendig ist die Erst­installation und wie viel Zeit ist dafür nötig? Der Barista bewertete, wie aufwendig es war, den optimalen Mahl­gradzufinden und wieder­zufinden. Wir bewerteten auch, wie gut sich die Mühlen mit Kaffee­bohnen befüllen lassen und wie gut sich das Kaffee­pulver mittels Sieb­träger oder Behälter entnehmen lässt. Wir bewerteten, ob sich das Gerät von innen und außen gut reinigen ließ. Außerdem bewerteten wir die Aufbewahrungs­möglich­keit, indem wir Größe und Gewicht der Mühlen erfassten.

Halt­barkeit: 10 %

Zur Beur­teilung der Halt­barkeit führten wir einen Dauer­test durch und bewerteten Ausfälle und Defekte der Mühlen. Jedes Modell sollte 220-mal jeweils 35 Gramm Espresso-Pulver mahlen mit jeweils 15 Minuten Pause zwischen den Mahl­vorgängen. Das simuliert eine Nutzung von etwa 1,5 Jahren, bei der pro Tag zwei Espressomahl­vorgänge à 7 Gramm durch­geführt werden. Nach dem Dauer­test mahlten wir erneut Espressopulver und siebten es durch je vier Siebe mit unterschiedlichen Maschen­weiten. Wir verglichen die Ergeb­nisse mit dem Neuzustand der Mühle und bewerteten die Veränderungen. Dabei berück­sichtigten wir, ob eine Mühle durch andere Einstel­lungen das ursprüng­liche Mahlergebnis erreichen kann.

Geräusch: 5 %

Wir maßen den Schall­leistungs­pegel, um die Lärm­entwick­lung der Geräte zu beur­teilen. Ferner ließen wir fünf Nutzer beur­teilen, ob sie das Geräusch unangenehm empfanden.

Kaffee­mühlen im Test Testergebnisse für 15 Kaffee­mühlen 12/2019

Sicherheit: 0 %

Ein Experte über­prüfte die elektrische Sicherheit der Mühlen in ausgewählten Punkten in Anlehnung an die Norm DIN EN 60335–1 sowie 60335–2–14. Weiterhin wurden die Geräte auf mögliche Verletzungs­gefahren hin untersucht, die durch scharfe Kanten, Grate oder Klemm­stellen hervorgerufen werden könnten.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen haben wir einge­setzt: War die Note für die Hand­habung ausreichend, zogen wir vom test-Qualitäts­urteil eine halbe Note ab. War die Note für die Halt­barkeit ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil höchs­tens eine halbe Note besser sein. Lautete die Note für die Sicherheit mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein. War die Note für das Finden der optimalen Einstellung ausreichend, zogen wir von der Hand­habung eine halbe Note ab. War das Wieder­finden dieser Einstellung mangelhaft, konnte die Hand­habung höchs­tens eine halbe Note besser sein.

Kaffee­mühlen im Test Testergebnisse für 15 Kaffee­mühlen 12/2019

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19 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Profilbild Stiftung_Warentest am 13.08.2021 um 12:54 Uhr
Handbetriebene Kaffeemühlen

@HoWeing: Wir nehmen Ihre Anfrage sehr gerne als Testwunsch auf. Eine grundsätzliche Problematik der Testarbeit ist, dass einer großen Vielzahl von Testwünschen und Themenanregungen zu vielen verschiedenen Produkten und Dienstleistungen leider nur begrenzte Ressourcen unsererseits gegenüberstehen. Hinzu kommt, dass wir für die einzelnen Ausgaben von test mit einem fest vorgegebenen Seitenvolumen auskommen müssen, wobei ein gewisses Seitenkontingent für aktualitäts- und saisongebundene Themen freigehalten werden muss. (CD)

HoWeing am 13.08.2021 um 12:22 Uhr
Warum w. Handbetriebene Kaffeemühlen nicht geteste

Warum werden handbetriebene Kaffeemühlen nicht getestet?? Mir würde so eine ausreichen. Umweltschutz / Energieverbrauch?
Reaktion auf den Beitrag von 'almosely am 21.12.2020 um 09:59: Handmühlen?' ?? Keine Antwort?
MfG

schape5207 am 09.08.2021 um 11:10 Uhr
Anmerkung zur Graef CM 800

Kaffee mahlen geht gut. Die Reinigung der Maschine ist eine mittelschwere Katastrophe, da man dazu die Mühle halb auseinanderbauen muss, um die Reste aus dem Mahlwerk bis hin zum Ausgang zu entfernen. Dort bleiben nämlich nach jedem mahlen geschätzt etwa 5g gemahlener Kaffee zurück.

almosely am 21.12.2020 um 09:59 Uhr
Handmühlen?

Wo sind denn die nicht elektrisch betriebenen und schön leisen Mühlen? Ich habe eine Zassenhaus Quito, mit der ich zufrieden bin, auch wenn das Plastikgewinde bruchanfällig und die Erstauswahl, bis man eine nicht-eiernde gefunden hat, aufwändig ist. Aber dann hat man ein paar Jahre Ruhe und Genuss. Eine lärmende Elektromühle am frühen Morgen, das wäre schierer Terror für mich, nach dem Aufgestehen. Lieber schön kontemplativ und genüsslich, am Fenster stehend, den Kaffee mahlen, während im Hintergrund das Wasser für den Aufguss aufkocht. Das ist ein schöner Start. Wäre schön, wenn Sie hier mal die Tabelle mit Handmühlen erweitern.

estimator am 15.12.2020 um 10:44 Uhr
Feinheiten sind bei Espressoqualität spürbar

Für normalen Kaffee tut es auch eine günstige, wie z.B. die Severin KM3873, die normalerweise 49€ kostet. Das Mahlergebnis ist für Kaffee konstant, wenn man seine Einstellung gefunden hat. Für Espresso mahlt die aber nicht fein genug. Wer Lust auf eine Handmühle hat, sollte z.B. die Commandante C40 testen. Auf der Unterseite gibt es einen rastbaren Einstellring. Per Zubehör lassen sich die Rastabstände sogar halbieren. Bohnen abwiegen, Rastgrad einstellen und dann am besten eine Siebträgermaschine und bodenlosen Siebträger benutzen. Hier sieht man am besten, welchen Einfluss der Mahlgrad und das Alter der Bohnen haben kann. Falls etwas falsch eingestellt ist, spritzt der Espresso munter in alle Richtungen. Richtig gemacht, läuft der Espresso in 25 Sekunden ohne Spritzer in einem gleichmäßigen, öligen Strom in die Tasse. Bei Siebträgern mit (beidseitigem) Auslauf hat man diese Kontrolle leider nicht mehr. Mit einer Handmühle muss man für den Doppio allerdings eine Minute kurbeln.