Kaffee­mühlen im Test Gute gibts für unter 50 Euro

20.11.2019
Kaffee­mühlen im Test - Gute gibts für unter 50 Euro
© Stiftung Warentest / Thomas Vossbeck

Jede Kaffee­spezialität braucht ihren eigenen Mahl­grad. Die Stiftung Warentest hat 15 Kaffee­mühlen geprüft. Gute Modelle gibt es schon unter 50 Euro – schlechte ebenfalls.

Kaffee­mühlen im Test Testergebnisse für 15 Kaffee­mühlen 12/2019

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Inhalt
Liste der 15 getesteten Produkte
Kaffee­mühlen 12/2019 - Mit Mahl­werk
  • Baratza Sette 30 Hauptbild
    Baratza Sette 30
  • Caso Design Barista Crema Hauptbild
    Caso Design Barista Crema
  • Cloer 7520 Hauptbild
    Cloer 7520
  • De'Longhi KG520.M Hauptbild
    De'Longhi KG520.M
  • Eureka Mignon Silenzio Hauptbild
    Eureka Mignon Silenzio
  • Graef CM 800 Hauptbild
    Graef CM 800
  • Melitta Molino Hauptbild
    Melitta Molino
  • Rommelsbacher EKM 300 Hauptbild
    Rommelsbacher EKM 300
  • WMF Stelio Hauptbild
    WMF Stelio
Kaffee­mühlen 12/2019 - Mit Schlag­messer
  • Caso Design Coffee & Kitchen Flavour Hauptbild
    Caso Design Coffee & Kitchen Flavour
  • Cloer 7579 Hauptbild
    Cloer 7579
  • Moulinex AR110510 Hauptbild
    Moulinex AR110510
  • ProfiCook PC-KSW 1093 Hauptbild
    ProfiCook PC-KSW 1093
  • Rommelsbacher EKM 100 Hauptbild
    Rommelsbacher EKM 100
  • Severin KM 3879 Hauptbild
    Severin KM 3879

Das bietet der Kaffee­mühlen-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse.
Die Tabelle zeigt Bewertungen für 15 elektrische Kaffee­mühlen – von einfachen Schlag­messermühlen ab 20 Euro über Geräte mit Kegelmahl­werk bis hin zu Scheibenmahl­werks­mühlen für bis zu 335 Euro. Zu den getesteten Anbietern gehören Baratza, De'Longhi, Eureka, WMF und Melitta. Mühlen, mit denen sich ein gutes Mahlergebnis erzielen lässt, finden sich in allen Gruppen. Vier Kaffee­mühlen sind gut, zwei Mühlen nur mangelhaft.
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Test Kaffee­mühlen im Test

test 12/2019

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Kaffee­mühle: Mit Schlag­messer oder Mahl­werk?

Mahl­werks­mühlen pulverisieren den Kaffee mittels Kegel- oder Scheibenmahl­werk. Wie fein das Pulver sein soll, lässt sich meist über ein Rädchen einstellen. Das erleichtert es, den Mahl­grad für verschiedene Kaffe­zubereitungen zu variieren.

Mühlen mit Schlag­messer zerkleinern die Bohnen mittels rotierender Messer. Sie kennen nur den Zustand An oder Aus – der Mahl­grad wird über die Mahldauer variiert: Je länger die Mühle läuft, desto feiner das Pulver. Die optimale Körnung ist nur zu finden, indem Nutzer den Mahl­vorgang immer wieder unter­brechen, um das Pulver zu prüfen.

Kaffee­mühlen mit Mahl­werk im Test

Kaffee­mühlen im Test - Gute gibts für unter 50 Euro
© Stiftung Warentest

So arbeiten sie. Im Test waren zwei unterschiedliche Arten von Mahl­werken – Kegel und Scheiben. Im Kegelmahl­werk rotiert ein Kegel mit scharfen Stahlkanten in einem Stahlring. Das Mahl­gut rieselt entlang des Kegels in den Auffang­behälter. In Scheibenmahl­werken rotiert eine Scheibe waagerecht gegen­über einer zweiten, starren Scheibe. Die leicht konkaven Scheiben kommen sich an den Rändern näher. Flieh­kraft drückt das Mahl­gut nach außen.

Test­ergebnis. Es lohnt sich, mit dem Mahl­grad zu experimentieren. Fast alle Mühlen lieferten nach Optimierung besseres Pulver als nach Gebrauchs­anleitung. Die meisten Maschinen im Test machen Krach – ähnlich viel wie ein Staubsauger.

Fazit: Mahl­werks­mühlen eignen sich für regel­mäßige Kaffee­trinker. Einmal richtig einge­stellt, liefern sie jeden Tag den gleichen Mahl­grad – viele sogar die gleiche Menge Pulver.

Kaffee­mühlen mit Schlag­messer im Test

Kaffee­mühlen im Test - Gute gibts für unter 50 Euro
© Stiftung Warentest

So arbeiten sie. Schnell drehende Schlag­messer zertrümmern die Bohnen – ähnlich wie Standmixer.

Test­ergebnis. Auch sie können gut mahlen. Aber den passenden Mahl­grad zu finden, ist aufwendig. Ein perfektes Ergebnis lässt sich nur schwer wieder­holen. Im Schnitt arbeiten Schlag­werke leiser als Mahl­werke, das Pulver erwärmt sich beim Schlagen etwas mehr. Es bleibt kein Pulverrest in der Mühle zurück.

Fazit: Die hand­lichen Geräte eignen sich für den gelegentlichen Einsatz, zerkleinern neben Kaffee­bohnen auch Nüsse, Körner, Gewürze.

Schlag­messermühlen für gelegentliche Anwendungen

Schlag­messermühlen zwingen ohnehin zu Pausen. Zum einen, damit das Kaffee­pulver nicht zu warm wird – das wäre schlecht fürs Aroma. Zum anderen drücken die Messer das Pulver an den Rand. Nutzer müssen die Mühle teils mehr­mals anhalten, schütteln und das Pulver vom Rand kratzen. So brauchten die Messermühlen bis zu 70 Sekunden reine Mahl­zeit für einen doppelten Espresso, Mahl­werks­mühlen waren nach 6 bis 18 Sekunden fertig.

Möglichst wenig Totraum

Aber auch Mahl­werks­mühlen haben einen Nachteil: Zwischen Mahl­werk und Auswurf bleibt immer ein Rest gemahlenes Kaffee­pulver hängen. Bis zu 3,9 Gramm Kaffee­pulver fanden die Tester in einzelnen Mühlen. Das reicht für einen halben Espresso. Das erste Getränk am nächsten Morgen besteht also teils aus altem Pulver und schmeckt nicht wie frisch gemahlen. Profis schütten den ersten Kaffee des Tages daher weg (Barista Nicole Battefeld im Gespräch). Messermühlen haben keinen Totraum.

Kaffee-Aroma verfliegt inner­halb von Minuten

Kaffee hat etwa 800 Aromen – doppelt so viele wie Wein. Deutsche Kaffee­trinker bevor­zugen oft ein schokoladiges, nussiges Aroma. Doch der Wachmacher kann auch an Granat­apfel, Limette, Honig, Erdnüsse oder Blumen erinnern. Jedes Klima, jeder Boden beein­flussen den Geschmack. Doch egal, welches Aroma die Bohne mitbringt: Einmal zu Pulver gemahlen, verfliegt es inner­halb kürzester Zeit. Frisch gemahlen schmeckt Kaffee am besten. Entscheidend ist dabei der Mahl­grad: In einer Press­stempelkanne, auch French Press genannt, entfaltet grob gemahlener Kaffee sein Aroma optimal. Filter­kaffee erfordert feineres Pulver. Und für Espresso brauchen Sieb­träger sehr feines Pulver.

Kaffee­mühlen im Test Testergebnisse für 15 Kaffee­mühlen 12/2019

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Einstel­lungen individuell ändern

Im Labor mahlten die Tester mit jeder Mühle Pulver für Espresso, Filter­kaffee und French Press. Dabei folgten sie der Gebrauchs­anleitung, was meist nur mäßige Ergeb­nisse lieferte. Anschließend optimierte ein Barista Mahl­grade beziehungs­weise Mahldauer. So erzeugten fast alle Mühlen besseres Pulver.

Balanceakt zwischen bitter und sauer

Besonders wichtig ist die richtige Einstellung für Espresso: Ist das Pulver zu fein, tröpfelt das Getränk zu lang­sam in die Tasse. Es findet eine Über­extraktion statt – der Espresso schmeckt stark und bitter. Das Gegen­teil ist der Fall bei zu grobem Pulver: Das Wasser rinnt so schnell durch das Kaffee­mehl, dass es zu wenig Aroma­stoffe löst. Der Espresso schmeckt sauer, ist zu hell und die Crema verschwindet schnell. Es lohnt sich also, etwas Zeit für die optimale Einstellung der Kaffee­mühle zu investieren.

Tipp: Wir haben auch Kaffeevollautomaten getestet. Der Test zeigt: Es gibt viele gute Espresso­maschinen, aber große Unterschiede beim Preis und in der Ausstattung.

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Test Kaffee­mühlen im Test

test 12/2019

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20.11.2019
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