Kaffee­fahrt Meldung

Kaffee­fahrt. Der Ausflug ist mit Werbung verbunden.

Veranstalter von Kaffee­fahrten dürfen das gesetzliche Widerrufs­recht beim Verkauf von Matratzen nicht einschränken, urteilte das Land­gericht Berlin. Der Fall: Erster Programm­punkt einer Busfahrt nach Berlin war eine Verkaufs­ver­anstaltung für Matratzen. Ein Mann erwarb gleich zwei Stück. Die bekam er noch am selben Abend nach Hause geliefert. Sie wurden ausgepackt und auf seine Betten gelegt. Kurz danach wollte er die Matratzen wieder zurück­geben. Kunden können Käufe widerrufen, die sie auf Kaffee­fahrten getätigt haben. In der Regel haben sie dafür zwei Wochen ab Über­gabe der Ware Zeit. Die Verkäuferin akzeptierte den Widerruf aber nicht. Reduzierte, geöff­nete oder benutzte Waren dürften nicht zurück­gegeben werden. Das Gericht gab ihr nicht recht (Az. 15 O 54/16). Der Kunde müsse Ware wie im Laden­geschäft testen können. Das ginge nicht auf einer Kaffee­fahrt. Daher sei eine Test­phase zulässig. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Berlin.

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