Käse Schadet Nitrat?

0

Nitrat gilt als Schadstoff. Warum wird es manchen Käsesorten wie Tilsiter, Edamer oder Gouda ganz bewusst zugesetzt?

Der Grund: An sich harmlose Buttersäurebakterien in der Milch können bei der Reifung der Käse eine starke Blähung und Verformung der Käselaibe bewirken. Der Zusatz von Kaliumnitrat oder Natriumnitrat verhindert das. Maximal dürfen 0,15 Gramm Nitrat pro Liter Käsereimilch zugesetzt werden. Während der Reifung nimmt der Nitratgehalt jedoch wieder ab. Im Endprodukt sind nach etwa vier bis sechs Wochen Reifezeit nur noch etwa 30 bis 40 Milligramm Nitrat pro Kilogramm Käse enthalten ­ eine Menge, die man getrost vernachlässigen kann.

Zum Vergleich: Spinat, der als nitratreich gilt, kann über 200 bis 300 Milligramm Nitrat pro 100 Gramm enthalten. Und in nitratarmen grünen Gurken stecken immer noch etwa 20 Milligramm. Letztlich ist das kein Problem, weil im Grünzeug auch fast immer reichlich Vitamin C enthalten ist. Das wirkt einer gesundheitsschädigenden chemischen Weiterentwicklung von Nitrat entgegen.

0

Mehr zum Thema

  • Verpackungs­ärger Géramont-Packungen unterschiedlich gefüllt

    - „Die Abmessungen des zu groß geratenen Deckels täuschen eine 200-Gramm-Packung vor, welche ich auch erwartet hätte“, ärgert sich test-Leser Detlef Lenkawa aus...

  • Rück­ruf Käse von Lidl Krank­heits­erreger in Rohmilch-Brie von Lidl

    - Ein Brie mit Rohmilch, der beim Discounter Lidl unter der Eigenmarke „Meine Käserei“ im Angebot ist, könnte Krank­heits­erreger enthalten. Der Käselieferant aus...

  • Kokosmilch im Test Chlorat schmälert den Genuss

    - Kokosmilch ist äußerst beliebt, um Speisen einen exotischen Kick zu geben. Ein Plus für die Gesundheit ist sie nicht: Kokosmilch liefert ungüns­tige Fette – und kann...

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.