Internetkunden mit kabellosem Zugang ins Netz (WLAN) sollten ihn vor Zugriffen Dritter schützen. Sonst kann jeder im Umfeld der Wohnung über ihren Zugang im Internet surfen und sie haften für Missbrauch. Den Rechtsanwälten der Musik- oder Filmwirtschaft ist es gleichgültig, wer Musikdateien oder Filme illegal getauscht hat. Stellen sie fest, dass ein Zugang für Rechtswidriges genutzt wurde, gehen sie gegen den Inhaber vor und verlangen mitunter mehrere Tausend Euro.

Das Landgericht Hamburg entschied jüngst sehr streng gegen eine Familie mit WLAN-Internetzugang (Az. 308 O 407/06).

Über den Anschluss, der nicht durch ein Passwort geschützt war, sind 244 Lieder illegal über die Internettauschbörse ­Gnuttella getauscht worden. Die Eltern erklärten, dass sie davon nichts wussten und nur wenig von Technik verstünden. Das ließen die Richter nicht gelten. Dann müssten die Kunden eben einen Fachmann mit der Verschlüsselung beauftragen. Die Kosten seien zumutbar.

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