Der Vertrag, mit dem die KVV-Profi Management- und Beteiligungs AG vielen Anlegern Aktienbeteiligungen verkauft hat, ist nichtig. Mit diesem Urteil gab das Landgericht Koblenz einem Anleger Recht, der von dem Betzdorfer Rechtsanwalt Hubert Hehn vertreten wurde. Der Vertrag verstoße gegen Vorschriften des Aktiengesetzes. Das Gericht wies die Klage der KVV-Profi AG gegen den Anleger auf Bezahlung seines Aktienpakets ab (Az.10 O 39/00, nicht rechtskräftig).

In einem weiteren Prozess vor dem Amtsgericht Görlitz wurde die Klage von KVV-Vorstand Detlef R. Kroner gegen einen Anleger ebenfalls abgewiesen. Der Anleger hatte seine Beteiligung gekündigt, doch Kroner wollte ihn nicht aus dem Vertrag entlassen. Dabei hatte ein Vermittler dem Anleger erklärt, er könne das insgesamt zwölf Namensaktien umfassende langjährige Beteiligungsangebot jederzeit kündigen. Obwohl eine jederzeitige Kündigung im Vertrag nicht vorgesehen ist, müsse sich die KVV-Profi AG die Erklärungen ihres Vermittlers zurechnen lassen, erklärte das Gericht (Az. 1 C 1252/99). Wie Rechtsanwalt Siegfried Bullin aus Görlitz mitteilt, bestätigte der Vermittler vor Gericht, dass er geschult worden sei, die Möglichkeit der jederzeitigen Kündigung der Verträge zuzusichern.

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