KVV Profi AG Meldung

Die Verträge der KVV Profi Management und Beteiligungs-AG für den Kauf eines Aktienpakets sind laut Urteil des Landgerichts Görlitz sittenwidrig und damit nichtig (Az. 2 S 111/00, rechtskräftig). Der Anleger, der von Rechtsanwalt Siegfried Bullin aus Görlitz vertreten wird, kann nun von der KVV AG sein Geld zurückfordern.

Die KVV Profi AG versucht seit 1997, Anleger zu Beteiligungen an der Aktiengesellschaft zu überreden. Das Anlegergeld will die Firma in Unternehmensbeteiligungen investieren. Die KVV Profi AG wendet ­ wie mehrfach berichtet ­ unseriöse Geschäftsmethoden an. So wurde Anlegern der Erwerb eines Pakets mit zwölf Aktien stets mit dem Versprechen einer Kapitalerhöhung schmackhaft gemacht. Einen Rechtsanspruch darauf, dass die KVV AG neue Aktien in den Handel bringt, hat er jedoch nicht. Deshalb stehe dem Kauf von zwölf Aktien zum Preis von 14.400 Mark über zwölf Jahre in jährlichen Raten in Höhe von 1.200 Mark "keine Gegenleistung gegenüber", urteilte das Landgericht in Görlitz.

Das Gericht kritisierte außerdem, dass die KVV Profi AG Anlegern Gewinnausschüttungen, einen hohen Rückkaufswert der Aktien sowie weitere mit dem Erwerb der Papiere verbundene Vorteile wie die Teilnahme an Lotterien und Vergünstigungen für Urlaubsreisen verspricht, ohne Anleger über die enormen Risiken des Geschäfts aufzuklären.

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