Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat der K1 Invest Ltd. aus Tortola, British Virgin Islands, das Finanzkommissionsgeschäft in Deutschland verboten. Diese muss unverzüglich bereits abgeschlossene Geschäfte rückgängig machen.

Die K1 Invest Ltd., über die wir bereits in unserer Ausgabe 11/03 berichteten, hatte deutschen Anlegern angeboten, sich mit Genussrechten an ihrem K1 Invest Fonds zu beteiligen. Das Kapital sollte in spekulative Anlagen wie Futures, Forwardgeschäften, Optionen und andere Termingeschäfte auf Währungen, Indizes, Metalle und sonstige Rohstoffe investiert werden. Die Gesellschaft übte dieses Finanzkommissionsgeschäft aber ohne die Erlaubnis der ­Bafin aus und muss daher die Werte der bisherigen Anleger berechnen und sie ihnen auszahlen.

[Update 15.05.2007] Die K1 Global Ltd. geht gegen die Bafin-Verfügung rechtlich vor. Die Behörde hat den sofortigen Vollzug der Verbotsverfügung gegen die K1 Invest Ltd. vorläufig ausgesetzt. Die Bafin will zunächst den Ausgang des Gerichtsverfahren abwarten.

[Update 19. März 2008] Mit Urteil vom 08.11.2007 hat das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main den Bescheid der Bafin vom 17.06.2004 in der Fassung des Widerspruchsbescheides vom 09.05.2005 aufgehoben. Gegen dieses Urteil hat das Gericht die Sprungrevision beim Bundesverwaltungsgericht zugelassen. Die Bafin beabsichtigt, Revision einzulegen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 623 Nutzer finden das hilfreich.