So haben wir getestet

Im Test: 20 Gouda in Scheiben: 16 aus dem Kühl­regal, 2 von der Käse­theke, 2 als vorverpackte Thekenware.
Einkauf der Prüf­muster: November 2012. Alle Ergeb­nisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit dem angegebenen Mindest­halt­barkeits­datum.
Preise: Anbieterbefragung im Januar 2013.

Abwertungen

Lautete die Note in der sensorischen Beur­teilung befriedigend bzw. das Urteil für Schad­stoffe ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil nur eine halbe Note besser sein. Bei ausreichender Deklaration wurde das test-Qualitäts­urteil um eine Note abge­wertet.

Sensorische Beur­teilung: 45 %

In Anlehnung an ASU-Methoden nach § 64 LFGB beschrieben fünf geschulte Prüfer die Gouda in Aussehen, Textur, Geschmack, Konsistenz/Mund­gefühl, Nachgeschmack. Die Prüfung erfolgte nah am Mindest­halt­barkeits­tag, bei Thekenware am Tag nach Proben­eingang. Jeder Prüfer verkostete unter gleichen Bedingungen anonymisierte Proben. Der erarbeitete Konsens war die Bewertungs­basis.

Schad­stoffe: 20 %

In Anlehnung an ASU prüften wir auf halogenierte Kohlen­wasser­stoffe. Weichmacher im Käse bestimmten wir mittels GC/MS.

Mikrobiologische Qualität: 15 %

In Anlehnung an ASU und ISO-Methode prüften wir nach Proben­eingang und möglichst nah am MHD auf: aerobe mesophile Koloniezahl,E. coli, coliforme Keime, Salmonellen, L. mono­cytogenes, Enterobakterien, koagulase-positive Staphylokokken, Hefen, Schimmelpilze.Nach VDLUFA-Methoden: Sporen­bildner.

Verpackung: 5 %

Die Schutz­atmosphäre wurde elektrome­trisch bestimmt. Drei Experten prüften Öffnen, Entnehmen, Wieder­verschließen, Materialkenn­zeichnung und Recycling­hinweise.

Deklaration: 15 %

Prüfung gemäß lebens­mittel­recht­licher Kenn­zeichnungs­vorschriften, ergänzend auf Natamycin. Drei Experten prüften Abbildungen, Lagerhin­weise, Lesbarkeit, Über­sicht­lich­keit.

Weitere Unter­suchungen

In Anlehnung an ASU: Trockenmasse, Fett, Protein, Laktose (wenn laktosefrei ausgelobt), Asche, Chlorid/Kochsalz, Konservierungs­stoffe, Annatto, Nitrat.
Nach DIN EN-Methode: Betakarotin, Lutein.
Nach ISO-Methode: Natamycin.
Berechnet: Brenn­wert.

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