Interview mit Tobias Kunkel: „Meinen Computer baue ich selbst zusammen“

Junge Leute und Finanzen Special

Tobias Kunkel (16)

Wir fragen junge Leute in ganz Deutsch­land nach ihrer Einstellung zu Geld und Zukunft. Diesmal Pia Rein­eck, 15 Jahre und Tobias Kunkel, 16 Jahre. Sie besuchen die neunte Klasse in der Realschule Grün­straße in Hattingen. Eine von 100 Klassen, die sich am Projekt „Finanztest macht Schule“ beteiligen.

Sie haben ein interes­santes Hobby. Wie verbringen Sie die Zeit außer­halb der Schule?

In meiner Frei­zeit beschäftige ich mich mit Computern. Mein Cousin und ich bauen Computer selbst zusammen. Ich bestelle die Hard­ware-Teile im Internet und dann stelle ich den Computer so zusammen, wie ich ihn gerne hätte. Gekaufte Computer taugen meist nicht so viel - finde ich. Außerdem spiele ich Hand­ball. Das ist etwas unpopulär. Die meisten, die ich kenne, spielen Fußball.

Sind Sie auf Facebook aktiv?

Klar. Allerdings habe ich gerade auf zirka zwei Stunden Facebook am Tag reduziert. Ich gucke, was so läuft. Mit einigen Freunden tausche ich mich regel­mäßig aus. Früher habe ich noch mehr Zeit im Internet verbracht, aber seitdem ich eine Freundin habe....

Haben Sie schon eine Idee, wie es nach der Schule beruflich weiter geht?

Mein 3-wöchiges Schülerpraktikum habe ich bei der Stadt­verwaltung gemacht. Beruflich könnte es in Richtung Polizei oder Bundes­wehr gehen.

Was würden Sie mit einer Million Euro machen?

Zunächst würde ich den Motor­radführer­schein machen und mir ein Motorrad kaufen. Motor­radfahren finde ich cool. Das übrige Geld würde ich für später anlegen. Das bringt ja auch Zinsen. Ich glaube, wenn man nicht aufpasst, ist das Geld schnell weg.

Bekommen Sie genug Taschengeld?

Ich komme gut zurecht. Mein Taschengeld bekomme ich auf die Hand. Außerdem bezahlen mir meine Eltern eigentlich alles. Höhere Beträge zahle ich auf ein Spar­buch ein. Ich spare lang­fristig für einen Führer­schein, Auto und vielleicht auch eine Wohnung. Wenn ich eine Ausbildung mache, muss das ja alles finanziert werden. Allein schon die Sprit­kosten für ein Auto sind enorm hoch.

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