Junge Leute und Finanzen

Interview mit Philipp Schmeling : „Management liegt mir im Blut“

Junge Leute und Finanzen - „Mein Job soll mir Spaß machen“
Philipp Schmeling (19).

Philipp Schmeling ist 19 Jahre alt. Er besucht die 12. Klasse des Martinus-Gymnasiums in Linz am Rhein. Wenn er nicht zur Schule geht, managt er alles, was ihm in die Finger kommt: Eine Website, eine Band und den eigenen Terminkalender.

Inhalt
  1. Überblick
  2. Interview mit Philipp Schmeling

Was würden Sie mit einer Million Euro machen?

Ich würde das Geld zur Bank bringen. Einen Teil davon würde ich für mein Studium nutzen, damit ich im Studium nicht arbeiten muss – ich finde Nebenjobs während des Studiums lenken ab. Dann würde ich ein Haus kaufen und den Rest anlegen. Ich würde das Geld niemals auf einmal ausgeben. Es gibt viele Idioten, die sich dann zum Beispiel ein Boot kaufen und gar nicht bedenken, dass sie ja auch die Nebenkosten, Steuern und Versicherungen zahlen müssen. Die wundern sich dann, wie schnell das Geld wieder weg ist. Diesen Fehler würde ich niemals machen.

Hatten Sie schon einmal Geldprobleme?

Nein, noch nie. Ich passe immer auf, dass auf all meinen Konten immer Plus ist oder ich zumindest auf Null bin. Aber das ist auch erst einmal vorgekommen. In der Schule leihen wir uns untereinander ab und an mal ein paar Euro. Aber das wird gleich am nächsten Tag wieder beglichen.

Was möchten Sie später beruflich machen?

Ganz genau weiß ich das doch nicht. Vielleicht werde ich Lehrer. Ich gebe häufig Nachhilfe und das macht mir Spaß. Aber vielleicht mache ich auch etwas mit Management. Management ist meine absolute Leidenschaft und liegt mir im Blut. Ich manage zum Beispiel eine befreundete Band und ich manage unsere Website „black-printed-games“, auf der ich mit einem Freund André von Landenberg zusammen Rezensionen zu Filmen, Spielen und Musik schreibe. Nach dem Abi werde ich verschiedene Praktika machen, um rauszufinden, was ich lieber machen möchte.

Ist es Ihnen wichtig, später viel Geld zu verdienen?

Ja, es ist mir schon wichtig gut zu verdienen. Ich träume davon ein geregeltes Leben zu haben, also ein Haus mit Garten, ein Auto und eine Familie. Ich möchte später einmal dem Mittelstand angehören.

Wie viel Geld haben Sie aktuell monatlich zur Verfügung?

200 Euro. 50 Euro bekomme ich von meinen Eltern und 150 Euro verdiene ich mir durch Nachhilfe, hauptsächlich Mathe-Nachhilfe.

Ist Ihnen Geld wichtig?

Ja, Geld ist mir wichtig. Schließlich bin ich darauf angewiesen. Ich brauche etwas zum Essen, mein Auto kostet Geld, ab und an brauche ich eine neue Handy-Guthabenkarte und wenn ich mit meinen Kumpels ins Kino gehen will, muss ich das auch bezahlen. Wenn ich dann noch meinem Hobby, dem Lesen nachgehe oder meinen Computer aufrüsten will, wird das Geld schnell knapp.

Wie haben Sie sich das eigene Auto finanziert?

Als ich zehn Jahre alt war, habe ich angefangen zu sparen. Für mich war Geld schon damals sehr wichtig. Ich wollte nie von irgendwem abhängig sein. Deshalb habe ich so früh angefangen für ein eigenes Auto zu sparen. Zum Führerschein habe ich mir einen gelben Audi A2 gekauft. Ich hätte gerne einen schwarzen gehabt, aber leider gab es ihn nur noch in Gelb.

Inwieweit beschäftigen Sie sich mit Versicherungen?

Sobald ich etwas in die Finger bekomme, lese ich das durch. Ich will einfach alles wissen. Ich mag es nicht, wenn andere, die sich Experten nennen, mir eine Meinung aufzwingen wollen, die ich nicht kontrollieren kann.

Kennen Sie sich auch mit Aktien aus?

Ja, ich besitze sogar eigene Aktien. Ich habe vor einigen Jahren einige Aktien sehr günstig eingekauft – für 29 Cent – und mittlerweile sind sie 39 Euro wert. Mein Onkel arbeitet bei der Bank und er verwaltet die Aktien für mich. Ich habe mit ihm abgemacht, dass ich die Aktien frühestens bekomme, wenn ich das Geld fürs Studium brauche.

Werden Sie ausziehen, wenn Sie ein Studium beginnen?

Eher nein, weil ich das als Geldverschwendung ansehe. Warum soll ich bei meinen Eltern ausziehen, wenn ich dort mitversorgt werde? Sollte es aber doch dazu kommen, bin ich auf jeden Fall gut vorbereitet: Ich habe von meiner Oma eine komplette Kücheneinrichtung geerbt: Tassen, Teller, Gläser und Töpfe. Noch steht alles auf dem Speicher, aber wenn ich ausziehe, kann ich das alles mitnehmen.

Mehr zum Thema

  • Erste Steuererklärung und Kinder­geld So holen Azubis Steuern zurück

    - Wer von der Schule abgeht und danach eine Lehre beginnt, erhält während der Ausbildungs­zeit Lohn. Das hat steuerliche Folgen. Hier erklären wir, wie und warum die...

  • Haus­halts­buch führen So klappt die private Buch­haltung

    - Ein Haus­halts­buch kann helfen, die Finanzen in den Griff zu bekommen. Soviel ist klar. Doch was funk­tioniert im Alltag am besten: die Variante aus Papier, ein...

  • Bafög zurück­zahlen Alles zur Bafög-Rück­zahlung (mit Rechner)

    - Nach Studien­ende müssen Bafög-Empfänger ihr Darlehen zurück­zahlen. Bei früher Rück­zahlung gibts Rabatt. Wir sagen, was wichtig ist und bieten einen Rück­zahlungs­rechner.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.