Junge Leute und Finanzen Special

Finanztest fragt junge Leute in ganz Deutsch­land nach ihrer Einstellung zu Geld und Zukunft. Diesmal Melissa Roos, 19 Jahre, aus Datten­berg bei Linz am Rhein. Sie besucht die 13. Klasse des Martinus-Gymnasiums in Linz am Rhein in Rhein­land-Pfalz. Ihre Klasse ist eine von 100 Klassen, die sich am Projekt „Finanztest macht Schule“ beteiligen.

Wenn Sie über Ihre Zukunft nach­denken – worauf freuen Sie sich?

Ich freue mich auf das Arbeiten – auch wenn das für manche vielleicht blöd klingt. Aber ich würde lieber jetzt schon arbeiten, als noch weiter zur Schule zu gehen. Wenn ich mein eigenes Geld verdiene, bin ich unabhängig. Und im Job kann ich endlich das machen, was mir Spaß macht. In der Schule habe ich ja auch Fächer, die mir nicht gefallen.

Sie möchten eine Ausbildung machen – warum kein Studium?

Ein Studium ist lang­wierig und kosten­aufwendig. Meine Familie ist nicht die reichste und ich habe noch drei kleine Geschwister. Da ist es besser, wenn ich nach der Schule direkt Geld verdiene. Ich möchte Biologie-Laborantin werden.

Was macht Ihnen Sorgen, wenn Sie an die Zukunft denken?

Ich habe ein wenig Bammel davor, dass mir etwas passiert – ich zum Beispiel einen Unfall habe und dann kein Geld mehr verdienen kann. Außerdem frage ich mich, wer später meine Rente zahlt und ob dann über­haupt noch Geld da ist.

Haben Sie sich über eine private Alters­vorsorge Gedanken gemacht?

Ja, obwohl ich mich damit eigentlich noch gar nicht beschäftigen möchte. Aber ich sehe das bei meinen Groß­eltern: Meine Oma zum Beispiel, die möchte gerne in Rente gehen, aber sie würde so wenig Geld bekommen, dass sie sich das kaum leisten kann. Deshalb arbeitet sie nun noch halb­tags.

Ist Ihnen Geld wichtig?

Ich finde, dass man im Leben genug Geld haben muss, um in der Gesell­schaft klar­zukommen.

Möchten Sie später eine eigene Familie haben?

Ja – aber ich möchte erst einen sicheren Arbeits­platz. Dann kann ich nach ein oder zwei Jahren Eltern­zeit in den Job zurück. Mir ist wichtig, dass ich auch mit Kindern arbeiten gehen kann. Ich will nicht auf andere angewiesen sein.

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