Freunde sind mir wichtiger als Geld

Junge Leute und Finanzen Special

Eike Simon (18).

Finanztest befragt regelmäßig junge Leute in ganz Deutschland nach ihrer ­Einstellung zu Geld und zur Zukunft. Diesmal im Gespräch: Eike Simon, 18 Jahre alt, Schüler am beruflichen Gymnasium in Lüneburg.

Wie wichtig ist Geld für Sie?

Geld ist nicht das wichtigste im Leben für mich. Wichtiger sind meine Freunde, Freundin und Familie, auch meine Hobbies. Ich mache ziemlich viel Sport - Leichtathletik - , außerdem bin ich bei der Jugendfeuerwehr. Parallel dazu auch im aktiven Dienst der Feuerwehr.

Verdienen Sie dabei eigenes Geld?

Nein, ich bekomme Taschengeld von meinen Eltern. 20 Euro im Monat - das ist gering. Dafür bekomme ich aber alles von meinen Eltern bezahlt. Ob Handyvertrag oder Kleidung, darüber gibt es keine Diskussionen. Vom Taschengeld spare ich einen Teil und lege es auf mein Sparbuch.

Wofür sparen Sie?

Ich spare für ein Motorrad. Meine Eltern sind damit nicht einverstanden und finanzieren mir keins. Also kümmere ich mich selbst darum. Im Internet habe ich über ein Vergleichsportal auch schon Versicherungsangebote herausgesucht. Damit bin ich dann zum Versicherungsvertreter gegangen.

Sind sie viel im Internet unterwegs?

Das ist ganz unterschiedlich. Ich habe viele Freizeitaktivitäten und bin meistens erst abends zu Hause. Dann rufe ich zuerst meine E-Mails ab, gehe zu Facebook und wenn dort irgend etwas Besonderes ist, bleibe ich schon mal länger. Sonst gehe ich da wieder raus.

Lesen Sie noch Zeitungen oder Zeitschriften?

Ich lese täglich die Tageszeitung. Zeitschriften wie Stern, Spiegel oder Focus allerdings nur, wenn ich in einem Wartezimmer sitze.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken über die Altersvorsorge gemacht?

Nein, gar nicht. Ich denke, so zwischen 30 und 40 Jahren sollte man damit anfangen. Über die Rente muss ich mir allerdings schon nach der Schule Gedanken machen. Ich habe mitbekommen, dass es für den Rentenbescheid wichtig ist, die Zeit nach dem Schulabschluss gut zu dokumentieren, damit dort keine Lücke entsteht.

In einem Jahr machen Sie Abitur. Wissen Sie schon, wie es nach der Schule weitergeht?

Ich habe einige Ideen, das Spektrum ist groß. Vielleicht studiere ich Medizin oder Psychologie. Auch Gesundheitsmanagement im dualen System interessiert mich. Aber es gibt auch eine ganz andere Richtung. Ich habe mal ein Praktikum bei der Polizei gemacht und könnte mir vorstellen, zur Polizei zu gehen.

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