Junge Leute und Finanzen „Ich bin nicht der Typ Angestellter“

21.08.2012
Junge Leute und Finanzen - „Ich bin nicht der Typ Angestellter“

Finanztest fragt junge Leute in ganz Deutsch­land nach ihrer Einstellung zu Geld und Zukunft. Diesmal Boris Opochitskiy, 19 Jahre. Er besucht die 12. Klasse der Fach­oberschule für Wirt­schaft in Chemnitz. Seine Klasse ist eine von 100 Klassen, die sich am Projekt „Finanztest macht Schule“ beteiligen.

Inhalt

Sie haben an Ihrer Schule die Möglich­keit, sich im Fach Wirt­schaft zu spezialisieren. Wissen Sie schon, in welchem Wirt­schafts­bereich Sie später arbeiten möchten?

In welcher Branche, weiß ich noch nicht. Aber ich will auf jeden Fall eine leitende Funk­tion haben. Ich bin nicht so der Typ Angestellter – eher Boss. Ich würde gerne ein eigenes Unternehmen gründen, aber dafür brauche ich natürlich erst­mal Kapital.

Ist Ihnen Geld wichtig?

Ja natürlich. Deshalb bin ich ja über­haupt hier auf der Schule. Mich interes­siert alles, was mit Geld zu tun hat.

Sie arbeiten neben der Schule in der Gastronomie – was treibt Sie an?

Ich will einfach Geld verdienen. Job und Schule zusammen ist zwar oft anstrengend, aber ich lerne auch eine Menge. Ich habe hier in Chemnitz schon in vielen Restaurants gearbeitet und mitt­lerweile weiß ich, wie das Geschäft läuft. Und vielleicht ziehe ich später auch eine Restaurant-Kette auf.

Wie viel Geld haben Sie monatlich zur Verfügung?

Ich verdiene 400 Euro, plus Trinkgeld. Davon gebe ich 150 Euro an meine Eltern als Miete und zahle meine Hand­yrechnung. Dann rauche ich – was auch nicht ganz billig ist – und dann muss man in meinem Alter ja auch mal ein Mädchen ausführen. Dafür braucht man natürlich auch Geld. Den Rest spare ich, um mir meinen Urlaub zu finanzieren. Ich fahre häufig zu meiner Familie nach Samara. Das liegt im europäischen Teil von Russ­land, an der Wolga. Dort habe ich gelebt, bis ich fünf Jahre alt war.

Haben Sie eine Vorstellung davon, wie viel Sie später verdienen wollen?

Mir gefällt zum Beispiel mein Schwager. Der ist Geschäfts­führer in einer Firma und macht knapp 10 000 Euro im Monat. Das finde ich gut: ein Haus, zwei Autos – so in etwa.

21.08.2012
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