Tipps

  • Planung. Überlegen Sie genau, wie Sie die Elternzeit verteilen wollen. Günstig ist, wenn Sie Ihre Elternzeit zunächst nur für zwei Jahre anmelden. Dann können Sie das dritte Jahr flexibel gestalten.
  • Übertragung. Sie dürfen bis zu zwölf Monate der Elternzeit auf einen Zeitraum zwischen dem dritten und achten Lebensjahr Ihres Kindes übertragen. So können sie das dritte Jahr der Elternzeit etwa bis zum Schulstart Ihres Kindes „aufbewahren“ und während des ersten Schuljahres zu Hause bleiben. Die Übertragung müssen Sie vor dem dritten Geburtstag des Kindes beantragen, die „aufbewahrte“ Elternzeit spätestens acht Wochen vor Beginn anmelden.
  • Festlegung. Haben Sie die Elternzeit erst einmal angemeldet, gibt es in der Regel kein Zurück mehr. Wollen Sie etwa eine 15-monatige Elternzeit später auf zwei Jahre verlängern, sind Sie auf den guten Willen Ihres Arbeitgebers angewiesen.
  • Zeitabschnitte. Sie können die Elternzeit nur auf zwei Zeitabschnitte verteilen. Beispiel: Sie nehmen insgesamt ein Jahr Elternzeit in zwei Zeitabschnitten, vom 6. bis zum 12. Lebensmonat des Kindes und vom 18. bis zum 24. Monat. Danach verfällt das Anrecht auf die restlichen zwei Jahre Elternzeit.
  • Elternzeitantrag. In unserem Special Elternzeit finden Sie weitere wichtige Informtionen rund um die Beantragung der Elternzeit.
  • Teilzeit. Sie haben Ihren Vollzeitjob während der Elternzeit auf Teilzeitarbeit reduziert und wollen es auch nach Ablauf der Babypause dabei belassen. Sie haben gute Chancen. Denn hatte der Arbeitgeber während der Elternzeit keine guten Gründe gegen eine Teilzeit, kann er danach nur schwerlich ein Nein begründen.
  • Krankenkasse. Die Elternzeit kann Ihnen den dauerhaften Wechsel von der Privaten Krankenversicherung zurück in die Gesetzliche ermöglichen. Wenn Sie nämlich im Rahmen der Elternzeit für mindestens zwölf Monate am Stück sozialversicherungspflichtig arbeiten, können Sie sich anschließend in der Krankenkasse versichern - auch wenn Sie dann wieder über der Pflichtversicherungsgrenze liegen.
  • Kündigung. Kündigen Sie Ihren Job nicht vorschnell wegen Schwangerschaft und Geburt. Gehen Sie in Elternzeit. Dadurch halten Sie sich eine Rückkehr in Ihren Job offen. Zum Ende der Elternzeit können Sie immer noch mit einer Dreimonatsfrist kündigen.
  • Kündigungsschutz. Wenn Sie Elternzeit nehmen, genießen Sie ab dem Tag der Anmeldung der Elternzeit Kündigungsschutz – frühestens acht Wochen vor Beginn der beantragten Elternzeit. Der Schutz gilt auch dann, wenn Sie während der Elternzeit Teilzeit arbeiten.
  • Klage. Kündigt Ihnen Ihr Arbeitgeber während des Mutterschutzes oder der Elternzeit, müssen Sie innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht klagen. Sonst gilt die Kündigung.
  • Erziehungsgeld. Beantragen Sie das Budget von monatlich 450 Euro für ein Jahr, wenn Sie ein Jahr nach der Geburt wieder voll arbeiten wollen. Das ist meist besser. Die Wahl zwischen Regelbetrag und Budget können Sie nachträglich nur noch in Ausnahmefällen ändern - etwa wenn ein Elternteil stirbt.
  • Landeserziehungsgeld. In Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen können Sie auch Landeserziehungsgeld erhalten. Die Länder zahlen es teilweise im Anschluss an das Bundeserziehungsgeld.
  • Infos. Sie finden beim Bundesfamilienministerium eine Broschüre mit den Adressen der Erziehungsgeldstellen und einen Erziehungsgeldrechner.

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