Zielen und Schießen wie mit Schuss­waffen: Paintball ist kein harmloser Spaß.

Das Verwaltungs­gericht Münster hat entschieden, dass Kinder unter zehn Jahren nicht beim Paintball zuschauen dürfen. Im strittigen Fall ging es um eine Paintball­anlage, die einen Aufenthalts­bereich hatte, von dem aus Familien mit kleinen Kindern aufs Spiel­feld schauen konnten.

Gefähr­dung des Kindes­wohls

Das Verwaltungs­gericht findet, dass beim Paintball unter anderem die Benut­zung von Schuss­waffen nach­empfunden werde. Einem Paintball­spiel zuzu­sehen sei ähnlich, wie einen Kriegs­film zu schauen. Es gefährde das geistige und seelische Wohl von Kindern unter zehn Jahren und entspreche daher nicht den Vorschriften des Jugend­schutz­rechts.

Umsatz­einbußen sind hinzunehmen

Die Betreiber der Anlage müssen laut Gericht daher auch Umsatz­einbußen hinnehmen, wenn Familien mit kleinen Kindern ihre Anlage fortan nicht mehr besuchen kommen (Az. 6 L 506/20, nicht rechts­kräftig).

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