1. Platz: 2 000 Euro Zahnweißkuren

Jugend testet Meldung

Vier Schüler des Bunsen-Gymnasiums in Heidelberg.

Testidee: Weiße Zähne stehen für Schönheit und Erfolg, schreiben die Jungtester um Bastian Meyer-Ullmann in ihrem Testbericht. Aber trotz regelmäßiger Zahnpflege seien viele un­zufrieden: Das strahlende Weiß ihrer lä­cheln­den Stars aus Film und Fernsehen scheint für sie unerreichbar. Normale Zahnpasta helfe nicht weiter. Doch Zahnweißkuren aus Drogerien und Apotheken versprechen Abhilfe: Nach 14-tägiger Anwendung würden die Zähne der Fans so weiß funkeln wie die ihrer Idole.

Da auch immer mehr Jugendliche ihre durch Nikotin und Koffein verfärbten Zähne mit Zahnweißmitteln bleichen, stand das Thema für „Jugend testet“ schnell fest: Zahnauf­hel­lungsstreifen und -gel, eine Spezialzahnpasta und – zum Vergleich – eine Bleichbehandlung beim Zahnarzt. Mit viel Biss gin­gen die vier Oberschüler ans Werk. Es mussten vor allem zuverlässige Tester gefunden werden.

Testablauf: Sechs Testpersonen, darunter nur eine weibliche, trugen die sechs ausgewählten Weißmittel nach den Anweisungen auf den Verpackungen 14 Tage lang auf ihre Zähne auf. Trotz guter Gebrauchsanleitung war das meist recht aufwendig. Positiv vermerkten die Tester, wenn das Gel nur nachts anzuwenden war: Das stört die alltäglichen Gewohnheiten am wenigsten. Schlecht war es, wenn ein lang anhaltender, unangenehmer Nachgeschmack nach jedem Benutzen im Mund zurückblieb.

Jeden zweiten Tag hieß es: „Bitte lächeln!“ Die Zähne der Probanden wurden fotografiert. Nebeneinander in eine Tabelle eingeklebt, bewiesen die Fotos die Fortschritte des Bleichvorgangs – oder aber auch nicht. Bei einigen Produkten mussten die Versuchskaninchen zeitweise sogar mit Zahnschmerzen leben.

Testergebnis: Mit dem Aussehen und dem Zustand der Zähne nach der Behandlung wa­ren die kritischen Tester bei den meisten Zahnbleichmitteln im Großen und Ganzen zufrieden. Bei einem bemängelten sie nach zwei Wochen Testzeit das sehr ungleichmä­ßi­ge Farb­ergeb­nis, bei einem anderen das sehr unnatürliche Weiß der Zähne. Insgesamt gab es weder einen heißen Kauftipp, noch ein man­gelhaftes Mittel, vor dem gewarnt werden müsste. Zu große Pappschachteln als Verpackung be­ka­men schlechte Noten in den Umwelteigen­schaften.

Tipps: In ihrem Bericht gibt das Siegerteam noch ein paar Tipps. Übliche Zahnweißprodukte würden nur den Farbton der natürlichen Zahnsubstanz verändern. Also Vorsicht bei Füllungen und Keramikkronen. Wer eine Zahnweißkur machen will, solle vorher einen Zahnarzt fragen. Die natürlichen Zahnfarben seien eher gelblich und nicht annähernd so weiß, wie es die Werbung weismachen will.

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