Jugend testet 2003: Preise für Nachwuchstester Meldung

Mehr als 3 000 Jugendliche haben sich beteiligt - allein oder in Gruppen. 624 Arbeiten von Nachwuchstestern gingen ein. Jetzt stehen die Sieger des Wettbewerbs Jugend testet 2003 fest: Die mit 1 500 Euro dotierten 1. Preise gingen heute an einen Test von Farbmalkästen und eine Untersuchung von Trockenbackhefen. Auf dem Prüfstand der jungen Tester: Alltägliches und Kurioses - Kaugummis und Kondome, Männerparfums und Dönerbuden, Handytarife und die Beratungsqualität von Elektromärkten.

Platz 1: Die Leuchtkraft von Farben

Der 1. Preis in der Altersgruppe der 13– bis 16-Jährigen ging an drei Mädchen aus Rheinland-Pfalz. Ihr Untersuchungsobjekt: Farbmalkästen. Wie stark leuchten die Farben? Wie leicht lassen sie sich aus Jeans auswaschen? Wie übersteht das Gehäuse den harten Schulalltag? Um optimale Prüfungsbedingungen zu schaffen, konstruierten die Mädchen eigens Messinstrumente. Doch damit nicht genug: Sie beleuchteten kritisch die DIN-Norm für Malkästen und machten Verbesserungsvorschläge.

Platz 1: Die Triebkraft von Trockenhefe

In der Altersgruppe der 17– bis 20-Jährigen gewannen fünf Mädchen aus Duisburg den 1. Preis. Sie untersuchten verschiedene Trockenbackhefen -zuerst chemisch im Labor, dann beim Kuchenbacken. Auch dafür gabs 1 500 Euro.

Platz 2: Tintenkiller und Mediaplayer

Die mit 1 000 Euro dotierten 2. Preise erhielten bei den Jüngeren zwei Mädchen aus Schleswig-Holstein, die Tintenkiller genauer unter die Lupe nahmen. Testkriterien etwa: Wieviel Tinte schafft ein guter Killer? Antwort: mehr als 1 500 cm². Bei den Älteren ging der 2. Preis an eine Gruppe aus Hessen für ihren Mediaplayer-Test.

Platz 3: Antipickel-Cremes und behindertengerechter Einkauf

500 Euro für den 3. Preis gingen an eine Testerin aus Nordrhein-Westfalen für ihren Test von Antipickel-Waschcremes und an eine Klasse einer Körperbehindertenschule für ihr Projekt „Einkaufen mit Handicap“. Die körperlich eingeschränkten Schüler aus Bayern testeten zahlreiche Supermärkte. Sie schauten nach Behindertenparkplätzen, prüften wie gut ein Rolli durch das Drehkreuz am Eingang kommt und bewerteten, ob das Personal freundlich und hilfsbereit ist. Die Testergebnisse diskutierten sie mit den Marktleitern und machten Verbesserungsvorschläge. Ihre Untersuchung zeigte Erfolg: Einige Supermärkte legten Behindertenparkplätze an und schaffen jetzt Spezialeinkaufswagen für Rollstuhlfahrer an.

„Junge Menschen werden kritische Verbraucher“

Neben den sechs Hauptpreisen im Gesamtwert von 6 000 Euro vergab die Stiftung zahlreiche Anerkennungspreise. Der Wettbewerb Jugend testet steht unter der Schirmherrschaft von Verbraucherschutzministerin Renate Künast. „Der Wettbewerb unterstützt junge Menschen dabei, ein Bewusstsein als kritische Verbraucherinnen und Verbraucher zu entwickeln“, so Matthias Berninger, Parlamentarischer Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium bei der Preisverleihung. Der nächste Wettbewerb Jugend testet startet im Herbst 2004.

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