Joker Online Mastercard bei Penny Schnelltest

Der Lebens­mittel­discounter Penny bietet seit kurzem eine „Prepaid-Kreditkarte sofort zum Mitnehmen“ an – „für das Internet und den Urlaub“. Die Joker Online Mastercard kostet weniger als zehn Euro im Jahr und soll laut Penny dauer­haft angeboten werden. Finanztest hat sich das Angebot angesehen und sagt, was die Kreditkarte auf Guthabenbasis taugt.

Angebot: Karte nur für Onlinezah­lungen

Die Joker Online Mastercard kostet 8,99 Euro im ersten Jahr, danach 7,99 Euro. Sie muss online mit den persönlichen Daten frei­geschaltet werden. Die Papp­karte ohne Chip ist mit maximal 100 Euro im Monat aufladbar und kann nur für Online-Zahlungen genutzt werden. Geld­abheben und Bezahlen im Laden sind nicht möglich. Heraus­geber ist die Novum Bank mit Sitz in Malta. Die Karte wird auch von anderen Händ­lern angeboten, zum Beispiel von der Tank­stellen-Kette Aral und dem Lebens­mittel­händler Tengelmann.

Vorteil: Güns­tiger Jahres­preis

Der Jahres­preis ist verglichen mit den meisten am Markt befindlichen Prepaid­kreditkarten günstig. (Siehe Test Prepaidkreditkarten: Perfekt für Jugendliche, test 11/2013.) Der Karten­inhaber kann nur so viel Geld ausgeben, wie er vorher auf die Karte geladen hat.

Nachteil: Hohe Kosten bei Umsatz in Fremdwährung

Wenn die Karte sechs Monate in Folge nicht genutzt wird, fällt eine Inaktivitäts­gebühr von 2,50 Euro pro Monat an. Wer in Fremdwährung einkauft, bezahlt dafür mit 2 Prozent des Umsatzes – das ist teuer. In den Penny-Märkten selbst kann die Karte nicht genutzt werden. Nur die Aufladung per Über­weisung vom eigenen Konto ist kostenlos, für die Nutzung von sofortueber­weisung.de muss der Nutzer 2,50 Euro, für Über­weisungen durch Dritte 10 Euro bezahlen.

Fazit: Karte mit einge­schränktem Nutzen

Wer die Joker Online Mastercard regel­mäßig ausschließ­lich für Onlineeinkäufe nutzt, macht damit nichts falsch. Sie ist zunächst keine voll­wertige Prepaid-Kreditkarte, mit der man üblicher­weise im In- und Ausland an der Laden­kasse bezahlen und Geld am Auto­maten abheben kann. Mit etwas Aufwand lässt sie sich aber dazu machen. Der Nutzer muss dann kostenfrei eine Plastikkarte mit Chip anfordern. Für einmalig 2,99 Euro werden die persönlichen Daten verifiziert und der Kunden kann dann monatlich bis zu 3 750 Euro aufladen. Allerdings kostet jede Bargeld-Abhebung am Auto­maten pauschal 2,99 Euro.

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