Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat der Johnsons Banking Group Lateinamerika mit Sitz in Paraguay das Kreditgeschäft untersagt.

Die Johnsons Banking Group bietet in Zeitungsanzeigen Darlehen in Höhe von 80 000 Euro bis 2 500 000 Euro mit einem jährlichen effektiven Zinssatz von 3,2 Prozent an. Bevor der Kunde das Geld erhält, verlangt das Unternehmen von ihm eine Gebühr in Höhe von 0,3 bis 0,5 Prozent der Kreditsumme plus 500 Euro. In den Kreditanträgen sollen Kunden zudem Kreditkartentyp und -nummer sowie auch die Pin ihrer Kreditkarte mitteilen.

„Die Pin der Kreditkarte sollte niemand preisgeben“, warnt Bafin-Sprecherin Sabine Lautenschläger. Die Aufsicht wisse nicht, ob das Darlehen anschließend überhaupt ausgezahlt wird.

Offiziell wurde das Verbot gegen die Johnsons Banking Group Lateinamerika ausgesprochen, weil in Deutschland die gewerbsmäßige Vergabe von Darlehen als Kreditgeschäft einer Erlaubnis der Bafin bedarf. Die hat das Unternehmen, das auch unter den Bezeichnungen Johnson Latin und Johnsons Financial Group Lateinamerika auftritt, jedoch nicht.

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