Johanniskraut Meldung

Johanniskraut beeinträchtigt die Wirksamkeit gleichzeitig eingenommener Medikamente weit häufiger als bisher angenommen. So verringern die bei depressiver Verstimmung hilfreichen Pflanzenextrakte die Wirkung von Herzmitteln mit dem Wirkstoff Digoxin. Die bei Herzschwäche verordneten Arzneimittel müssten demnach höher dosiert werden (nicht ohne den Arzt), wenn zugleich Johanniskraut eingenommen wird. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher vom Institut für Klinische Pharmakologie der Berliner Charité. Johanniskraut verringert die Wirksamkeit von Antidepressiva wie Amitriptylin und Nortriptylin. Gleiches gilt für Phenprocoumon, das häufig nach Herzinfarkt verordnet wird, um Blutgerinsel zu verhindern: (Labor-)Kontrollen sind deshalb aus Sicherheitsgründen nötig.

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