Die Deutschen sind offen­bar wieder schlechter mit Jod versorgt als noch vor zehn Jahren, warnt die Deutsche Gesell­schaft für Ernährung (DGE) im neuesten Ernährungs­bericht. Zu wenig Jod kann die Schild­drüse beein­trächtigen und zum Kropf führen. Die Versorgungs­lücken sind dem Forschungs­institut für Kinder­ernährung bei der Lang­zeitstudie Donald aufgefallen: Mehr als jedes zweite Kind zwischen 6 und 12 Jahren erreichte die empfohlene Jodzufuhr nicht. 2003 waren die meisten noch gut versorgt. Laut DGE setzen Lebens­mittel­hersteller heute weniger jodiertes Salz ein als früher, etwa weil es teurer sei. Auch importierte Fertigprodukte seien oft nicht mit Jodsalzgewürzt. Die DGE interpretiert die Studie als Schlaglicht auf die Jodversorgung aller Deutschen. Mangel herr­sche nicht, die Lage könnte aber besser sein.

Tipp: Verzehren Sie jodreiche Lebens­mittel wie Fisch und Milch. Die DGE rät zu jodiertem Speisesalz für zuhause.

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