Jod Jedes zweite Kind bekommt zu wenig

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Jod - Jedes zweite Kind bekommt zu wenig
Guter Jodfang. Meeresfisch wie Kabeljau oder Makrele. © Getty Images / iStockphoto

Fast die Hälfte der Kinder und Jugend­lichen sowie etwa jeder dritte Erwachsene nehmen weniger Jod zu sich als die Deutsche Gesell­schaft für Ernährung empfiehlt. Das zeigen Schät­zungen des Robert-Koch-Instituts (RKI), basierend auf Urin­analysen. „Bei Heran­wachsenden sank die tägliche Jodaufnahme in den vergangenen elf Jahren um 13 Prozent“, sagt Michael Thamm vom RKI. Haupt­ursache: Bäcker, Fleischer und industrielle Hersteller verwenden weniger jodiertes Speisesalz als früher. Nicht einmal jedes dritte salzhaltige Lebens­mittel enthält es, so eine Analyse der Uni Gießen. Jod ist zum Aufbau von Schild­drüsenhormonen unentbehr­lich, wichtig für Wachs­tum und Gehirn­entwick­lung.

Tipp: Essen Sie ein- bis zweimal pro Woche Meeresfisch, Milch­produkte am besten täglich. Beides enthält viel Jod. Verwenden Sie zum Kochen Jodsalz

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Profilbild Stiftung_Warentest am 30.04.2020 um 12:59 Uhr
Jodversorgung

@vsan: Im Fall von Krankheiten sollten sich Patienten grundsätzlich, bei Ernährungsfragen, mit einem Arzt besprechen. (cr)

vsan am 29.04.2020 um 16:43 Uhr
Jod und Hashimoto?

Gilt diese Empfehlung auch für Hashimoto-Patienten?
Die Erkrankung an Hashimoto scheint in Deutschland insbesondere bei Frauen ab mittlerem Alter sehr verbreitet zu sein.
Bäcker, Fleischer, industrielle Hersteller versuchen möglicherweise, auch auf diese Kundengruppe Rücksicht zu nehmen.