Erhalten Beschäftigte laut Tarifvertrag mit höherem Lebensalter mehr Urlaubstage, stellt dies eine unzulässige Altersdiskriminierung dar. Das hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschieden (Az. 8 Sa 1274/10).

Geklagt hatte eine junge Einzelhandelskauffrau aus Nordrhein-Westfalen. Der für sie geltende Manteltarifvertrag sieht eine Urlaubstaffel vor: Ab dem 20. Geburtstag bekommen Angestellte 30 Tage Urlaub. Mit wachsendem Alter steigt der Urlaubsanspruch bis auf 36 Urlaubstage pro Jahr für Mitarbeiter ab 30. Die Klägerin war 24, ihr standen 34 Tage zu.

Die Arbeitgeberseite hatte argumentiert, die Regelung solle die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Die Arbeitsrichter urteilten dagegen, dass ein legitimer Zweck für die unterschiedliche Höhe der Urlaubstage fehle.

Der Klägerin stehen nun 36 Tage Urlaub zu. Es ist aber noch die Revision gegen das Urteil möglich.

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