Ausgewählt, geprüft, bewertet

Finanztest hat im Juni 2011 die Jahres­mitteilungen zu Riester-Verträgen von 37 Anbietern für das Jahr 2010 untersucht. Grund­lage des Tests waren die Unterlagen, die uns unsere Leser nach einem Aufruf zuge­schickt haben.

Zusätzlich haben wir die Anbieter von Riester-Produkten aufgefordert, uns komplette Muster aller an den Kunden versandten Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Nur wenn mehrere auswert­bare Daten­sätze vorlagen, kam das Produkt in die Bewertung. Die untersuchten Mitteilungen bilden nur einen Teil des Angebots an Riester-Produkten ab. Wir haben aber soweit möglich darauf geachtet, dass die Markt­führer und die bekann­testen und am weitesten verbreiteten Angebote im Test vertreten sind.

Finanztest-Qualitäts­urteil

Mit dem Finanztest-Qualitäts­urteil bewerten wir die Verbraucherfreundlich­keit der Jahres­mitteilungen von Riester-Verträgen.

Abwertung

Bei einem mangelhaften Gruppen­urteil „Logischer Aufbau und Voll­ständig­keit“ konnte auch das Qualitäts­urteil nicht besser sein.

Logischer Aufbau und Voll­ständig­keit (65 %)

Wir haben geprüft, ob die Informationen in der Jahres­mitteilung voll­ständig, logisch dargestellt und für den Sparer nach­voll­zieh­bar sind.

Es sollte immer sowohl eine Darstellung der Entwick­lung des abge­laufenen Jahres als auch des gesamten bisherigen Vertrags­verlaufs vorhanden sein.

Negativ haben wir es bewertet, wenn wichtige Informationen fehlten und Sach­verhalte miss­verständlich oder falsch dargestellt wurden. Das gilt vor allem für eine unvoll­ständige Darstellung der Wert­entwick­lung oder der Kosten. Auch Verstöße gegen die Rechenlogik wurden negativ bewertet. Sie liegen beispiels­weise vor, wenn Einzel­positionen und Zwischensummen vermischt dargestellt werden.

Text­verständlich­keit (25 %)

Wir haben die Texte der Stand­mitteilungen und der Anschreiben analysiert und geprüft, ob Fach­begriffe und Abkür­zungen der Verständlich­keit entgegen­stehen.

Negativ bewertet haben wir vor allem Fach­begriffe ohne Erklärung und zusammengesetzte Kunst­wörter, schwammige Formulierungen und zu lange Begriffe. Auch für ungebräuchliche Abkür­zungen und Zahlenkodes ohne Erklärung gab es Punkt­abzüge.

Lesbarkeit (10 %)

Untersucht wurden folgende Punkte: typogra­fische Gestaltung der Mitteilung (Art und Anzahl der verschiedenen Schrift­größen, Zeilenlänge und Zeilen­abstand) sowie grafische Aufbereitung (Gesamt­aufbau, Glie­derung, Abgrenzung der Informations­blöcke, Hervorhebung von Über­schriften, Spalten und Titeln).

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