Bank­sparpläne und Fonds­verträge: Auch darauf sollten Sparer in ihrer Abrechnung achten

Bei Riester-Bank­sparplänen

Zins­entwick­lung: Die Zinsen der Riester-Bank­sparpläne ändern sich mit dem Markt­zins, oft mit der „Umlaufrendite“ öffent­licher Anleihen. Aus der Abrechnung sollte das Datum jeder Änderung und die Höhe des Zinses hervorgehen.

Verwaltungs­kosten: Anders als die Zins­bedingungen sind die jähr­lichen Kosten kein fester Vertrags­bestand­teil. Die Bank kann sie jeder­zeit ändern oder auch – bei bisher kostenlosen Verträgen – neu einführen. Spätestens in der Abrechnung sollte das zu sehen sein.

Bei Fonds­sparplänen und Versicherungen mit Fonds

Fonds­auswahl: Bei vielen Riester-Produkten haben Anleger Einfluss auf die Fonds­auswahl. Einmal jähr­lich sollten sie über­prüfen, ob die Fonds gut gelaufen sind. Dabei helfen unser monatlicher Fonds­test (siehe Produktfinder Investmentfonds) und der kostenlose Fonds­finder im Internet (www.test.de/fondsfinder). Sparer sollten auch prüfen, ob die Zusammenset­zung der Fonds noch zu ihrem Lebens­alter passt. Je näher der Renten­beginn heran­rückt, desto geringer sollte die Aktienfonds­quote sein.

Umschichtung: In der Abrechnung sollte zu sehen sein, ob und wann der Anbieter zum Beispiel von Aktien- in Rentenfonds umge­schichtet hat. Das kommt vor allem in schlechten Börsen­phasen vor. Wenn der Kunde mit dem Ergebnis unzufrieden sind, sollte er den Vertrag dennoch nicht kündigen. Sinn­voller ist es, ihn „beitrags­frei“ ruhen zu lassen und auf ein anderes Riester-Produkt, etwa einen Bank­sparplan umzu­steigen. Der Anbieter muss dann für den Fonds­vertrag alle bisher gezahlten Beiträge und Zulagen zu Renten­beginn bereit­stellen – ein spezieller Vorteil von Riester-Fonds­verträgen.

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