Unser Rat

Steuererklärung. Haben Sie im Jahr mit Ihrem Kapitalvermögen mehr als 1 421 Euro (Ehepaare 2 842 Euro) Kapitalerträge erzielt, müssen Sie das in der Anlage KAP erklären. Hier tragen Sie immer die vollen Beträge ein. Das gilt genauso für Dividenden. Sie zählen aber nur zur Hälfte. Zur Verrechnung schon gezahlter Kapitalertrag-/Zinsabschlagsteuer müssen Sie die Steuerbescheinigung der Bank im Original einreichen. Bei ausländischen Erträgen kommt die Anlage AUS hinzu, bei Speku­lationsgewinnen von insgesamt 512 Euro und mehr im Jahr die Anlage SO.

Informationen. Die Angaben aus der Jahresbescheinigung dürfen Sie keinesfalls ungeprüft in Ihre Steuererklärung übernehmen, da sie zahlreiche Fehlerquellen enthält. Benötigen Sie eine Übersicht Ihrer Erträge im Einzelnen, ­fertigt Ihnen die Bank auf Antrag – meist gegen Gebühr – eine Erträgnisaufstellung.

Gebühren. Die Jahresbescheinigung muss die Bank kostenlos ausstellen. Kostenfrei ist auch die Steuerbescheinigung, welche die bereits abgeführte Kapitalertragsteuer auf nicht freigestellte Kapitalerträge bescheinigt. Nur für die Erträgnisaufstellung darf die Bank eine Gebühr berechnen.

Kontrolle. Haben Sie die Anlagen KAP, AUS und SO plausibel und vollständig ausgefüllt, darf das Finanzamt nicht allein deshalb den Abzug verweigern, weil Sie die Jahresbescheinigung nicht einreichen. Die Beamten können jedoch über das Bundesamt für Finanzen die Höhe der freigestellten Zinsen und Dividenden ­prüfen. Zudem erfahren sie über eine Kontenabfrage die Stammdaten sämtlicher Konten wie Inhaber und Verfügungsberechtigte – aber nicht Konto- oder ­Depotstände/-bewegungen. Ob eine Kontenabfrage erfolgte, muss das Finanzamt im Steuerbescheid vermerken.

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